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der Bahn nach dem Kreisstädtchen Schotten. Hier besichtigen wir die an der schönen Stadtkirche verwendeten, Bomben führen- den Tuffgesteine, die aus dem Bruche am Steinbügel bei Schotten stammen.
2. Exkmursion: Schotten-Bilstein-Hoherodskopf.
Wir machen zunächst einen Abstecher nach dem etwa 2 km südöstlich von Schotten in der Nähe des Lehrerheims gelegenen Altenburgskopf, einer romantischen Felspartie, die die Flanke eines Trappstroms darstellt. Nach der Rückkehr gehen wir von Schotten in der Richtung nach Michelbach. Nach kurzer Wan- derung kommen wir vor dem Waldeingang am Steinbügel zu dem erwähnten Bruche in vulkanischen Tuffen mit deutlicher Schich- tung und eingelagerten Bomben. Wir sehen hier festes Tuff- gestein und lose Tuffmassenl. Der Weg führt nun weiter über Michelbach und Busenborn auf die Höhe des Bilsteins, der einen mächtigen Basaltgang mit schönen, senkrecht gestellten Platten darstellt und auch in landschaftlicher Hinsicht beachtenswert ist. Uber eine mit Lösslehm bedeckte Einsenkung gelangen wir als- dann zu dem Gipfel des Hoherodskopfs, der mit 767 m ü. d. M. die zweithöchste Erhebung im Vogelsberg ist. In der Nähe des auf ihm errichteten Klubhauses stehen vielfach gangartige Basalt- massen mit plattiger Absonderung an. Von hier gehen wir über die Breungeshainer Heide, ein altes, 2 qkm grosses, jetzt leider entwässertes Hochmoor, zu dem Geiselstein, der ebenfalls ein Gang ist, und kehren dann über den Taufstein zum Klubhause zurück. Der Taufstein, der wohl als ein mächtiger Basaltgang anzusehen ist, stellt mit 772 m ü. d. M. die höchste Erhebung des Vogels- bergs dar. Auf ihm steht der im Jahre 1909 aus Basaltsteinen erbaute, 22 m hohe Bismarckturm.
3. Exkursion: Hoherodskopf-Ilbeshausen-Altenschlirf-Herb- stein.
Unsere Wanderung geht vom Klubhause in südöstlicher Richtung nach dem am Schwarzen Flusse gelegenen Grebenhainer Schutzhaus, wo wir grobkörnigen Phonolith antreffen, und dann zu den schönen Basaltfelsen„Burg“ und„Spitzer Stein“; letzterer ist kein Krater, obwohl dies angeschrieben steht. Hierauf schlagen wir den Weg nach dem bei Hochwaldhausen und Ilbeshausen ge- legenen Felsenmeer ein und besuchen den in der Nähe des
1 Roth, Die Tuffe der Umgegend von Giessen. Inaugural-Dissertation, Giessen 1892, S. 31.


