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an die heutigen Fluss- und Bachläufe gebunden. Es gehören- hierher die noch jetzt in Bildung begriffenen Absätze von Geröllen, Kies, Sand, Lehm, Schlick etc. innerhalb des Überschwemmungs- gebietes der Gewässer.
Wir sind am Ende unserer Schilderung der geologischen Verhältnisse Rheinhessens. Wechselvoll im Werden und Vergehen und reich an interessanten Erscheinungen waren die entrollten Bilder. Wir sahen die salzigen Fluten des Oligocänmeeres in die weite Erdspalte zwischen Basel und Mainz einströmen und hier die ältesten Sedimente des sog. Mainzer Beckens bilden. Wir sahen, wie sich aus diesem Meere im Laufe der Zeit erst ein Brack- wasserbecken mit mergeligen Absätzen und dann ein Süsswasser- see mit kalkigen Gebilden entwickelte, und wie diese Wasser- fläche mehr und mehr an Umfang abnahm, bis schliesslich ein kleiner See übrig blieb, der endlich austrocknete. Wir sahen, wie gewaltige Wassermassen der Diluvial- resp. Eiszeit in das Antlitz unserer Gegend tiefe Furchen einzeichneten, und wie schliesslich Talabhänge und grosse Flächen mit Löss überdeckt wurden, dem Rheinhessen hauptsächlich seinen unerschöpflich fruchtbaren Boden verdankt. Mit der nun folgenden Alluvialzeit treten wir in die Gegenwart ein.


