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circa 8 cm und sind an der Basis etwa 4 cm breit.(Taf. I Fig. 1.) Dass aber nur Zähne und keine anderen Reste aller dieser Raubfische gefunden werden, erklärt sich daraus, dass der Hai ein knorpeliges Skelett besitzt, das der Verwesung ziemlich rasch anheimfällt, während der Schmelz seiner Zähne der Zerstörung widersteht. Von anderen Fischen kennt man Wirbel, Kopfknochen, Gehörsteine und Flossenstacheln. Von fossilen Säugetieren ist bis jetzt nur eine Art bei Weinheim bekannt geworden. Es ist dies das pflanzenfressende Meeressäugetier Halitherium Schinzi, von dem Rippen und andere Skeletteile gefunden wurden. Dieses Tier war den heute an den Küsten und Flussmündungen des Roten Meeres und Indischen Ozeans lebenden Seekühen oder Sirenen ähnlich. Das Vorkommen seiner Reste in unseren Sanden, sowie in denen von Flonheim:, Uffhofen, Wendelsheim, Fürfeld usw. ist von besonderem Interesse, weil dadurch die Vermutung, dass wir es im südwestlichen Teil von Rheinhessen mit einem Küstengebiet der mitteloligocänen Zeit zu tun haben, weiter gestützt wird. Wahr- scheinlich verlief hier die südwestliche Grenze des einstigen Meeres von Weinheim über Alzey, Flonheim, Wendelsheim, dann von hier weiter in WNW Richtung bis zur Nahe und diese aufwärts bis Kirn. Seine nördliche Grenze bildeten die südlichen Abhänge des Soon- waldes und Taunus mit vermutlich steil abfallenden Ufern.
Im übrigen Gebiet von Rheinhessen kommt der Meeressand nur noch bei Hillesheim, Dorndürkheim und Lörzweiler vor.
Der Septarien- oder Rupelton.
Während der Mitteloligocänzeit entstanden in unserem Ge- biete nicht nur die Meeressande, sondern das Meer lagerte hier auch einen feinen, tonigen Schlamm ab, der den Namen Septarien- oder Rupelton führt. Er ist ein zähes, mergelartiges Gebilde von meist graublauer Farbe und gleicht in petrographischer sowie paläontologischer Hinsicht dem norddeutschen mitteloligocänen Meereston, der z. B. in der Mark Brandenburg eine grosse Ver- breitung besitzt. Die Bezeichnung Septarienton rührt her von jenen eigentümlich geformten Kalkknollen, Septarien genannt, die meist vereinzelt, neben den oft in schönen Rosetten vorkommenden Gipskristallen, sich darin finden. Der Rupelton besitzt eine weite
In der Umgebung dieses Ortes wurde ein vollständiges gut erhaltenes Skelett dieser Sirene gefunden, das im Landesmuseum in Darmstadt auf- gestellt ist. Auf dessen reiche Schätze an YVersteinerungen aus dem rhein- hessischen Tertiär sei hier besonders aufmerksam gemacht.


