Aufsatz 
Die Bedeutung des Namens im Kult und Aberglauben : ein Beitrag zur vergleichenden Volkskunde / von Wilhelm Schmidt
Entstehung
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zu rouννον ινονο⁶σσhe‿dοονννε(⁷π εωαeς ¹. Noch andere endlich nennen sie 1S⁶τ, weil sie α⁵σοιιατοσ (üppig lebend) sei; wahrscheinlich ist aber auch wohl bei dieser Namensform wie in den anderen Beispielen nur der erste Teil, also εα⁴, dem Dichter der wichtigere, ein Wort, das besonders häufig in erotischen Gedichten sich findet und dort von weiblicher Anmut und Zartheit gebraucht wird.

Beiläufig sei in diesem Zusammenhang auch an den Namen Jesus(I7Gνς) erinnert, der ja offenbar mit dem Verbum 7οωπαα heilen in Verbindung gebracht wird und so als Heiland gedeutet wird; so z. B. Matth. I 21: zαε‿οιιςι τ ννοωνι ατο νσοννναντεᷣ d 6σσι τσν 1 ν τo αἀndo rd dνααᷣαςνν αχν, wo nur durch das Wort das Wortspiel(ähnlich wie oben S. 14 hei Thoas wis statt doöc) etwas unklarer wird; vgl. auch Acka ap. IV 12.

Diese Beispiele, mit denen die reiche Fülle keineswegs er-

schöpft ist, es liessen sich auch solche aus der lyrischen Dichtung, z. B. Pindar, Theocrit(vgl. S. 13), Kallimachus u. a. anführen mögen hier genügen, um zu zeigen, wie fest diese

Ansicht von dem innigen Zusammenhang zwischen Namen und Träger bei den Alten bestanden haben muss, wenn sogar die ernste Dichtung solche Stellen, die durchaus nicht in erster Linie als dichterischer Schmuck gedacht sind, in derartiger Menge uns bietet. Auch bei unseren Dichtern finden sich gelegentlich ent- sprechende Gedanken. Man erinnere sich z. B. nur an Tells Worte(Schiller Tell III 3): 1

Wär ich besonnen, hiess ich nicht der Tell! oder auch an König Karls Worte in der Jungfrau von Orleans I 5): 42 Er heisst der Gute, er wird menschlich sein. Dass viele der angeführten Etymologien unrichtig sind, ist für unsere Sache völlig bedeutungslos und bedarf kaum der Er- wähnung; am deutlichsten tritt die Willkür zutage, wenn für denselben Namen mehrere, dazu grundverschiedene Ableitungen vorkommen. So hat sich denn Aristophanes in seinen Lustspielen gelegentlich darüber lustig gemacht?2. Z. B. wird uns im Etymo- logicum Magnum u. d. W.(p. 92, 25; vgl. Pollux IX 36) berichtet, Euripides habe den Namen des Amphion(Zethos)

1 Khnlich ist der Gedanke in Soph. Ant. 790 in dem Chorlied auf Eros, wo es heisst raor ubunrern. vgl. oben S. 13 und 14.