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Philipp M. demütiget sich vor Gott.
Pirsen(pirschen) hat Landgr. Philipps z. H. etc. M. etwan geritten, an einem Ende des Reinharts Walds, und nachdem ein gross Donnerwetter sich erhaben, War er willens es auff das mahl gnug sein lassen und nach seiner Gewarsam zu reiten. Indem er nun eine Höhe herab seinen Weg nam und es einen sehr schrecklichen Donnerschlag in einen Eichbaum ohnferne von ihm gethan, ist sein Gaul unter ihm darnider gefallen, dass er unversehens und schnell gar überab geburzelt. Derhalben seine Diener, so umb und bey ihm waren, ganz erschrocken herzueileten, ihm aufhuben und sagten: Mein gnediger Fürst und Herr, haben E. F. G. auch etwan Schaden, den sie fühlen, genommen? antwort der Fürst mit zittern: Was Herr, was Herr? zeigte mit der Hand gen Himmel und sprach: der ist ein Herr, ich bin nur ein armer Dreck.—
Der Erzähler dieser Geschichte, der jedem seiner sehr zahlreichen Capitel bald kurze, bald längere Rythmen, wie er sich ausdrückt, anhängt, fügt hier die nicht übelen Worte zu:
Niemand sich recht erkennen kan
Denn wer an Gott erst fahet an,
Denn wenn der recht erkennet ist
So siht man auch was uns gebrist.
Sein ist die Erd und Majestat,
Ein Mensch ist nichts denn Staub und Kat:
Solchs dieser Fürst betrachtet hat.(IV, 78).
Dem Landgraffen führet ein Bawr Holtz.
Auf ein Zeit als dieser Fürst abermahl aussritte, sahe er einen Bawren, der sehr wenig und böss Holtz auffgeladen: fragt er denselbigen, wo er das Holtz hinführen wolte? antwortet der Bawersmann, es ist Burgholtz, das führe ich meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu Cassel ins Schloss, sprach der Fürst, warumb hastu Schelm aber so wenig auff- geladen, und hettest wol mehr führen können; der Bawr antwort zorniglich(denn jhm auch des Fürsten, der sich etwas von den Reutern gethan, Person, mit einem einfältigen grawen Rock vnd Hut geziert, vnkänntlich) was gehets dich an was ich führe, wenig oder viel, reit deines Pfads, dahin dir befohlen ist, mein gnädiger Herr ist doch wol darmit zufrieden, und führe ich es jetzt nicht, muss ich doch, vnd meine Nachbaurn, ein ander
mahl, es so viel führen dass sein Gnüg ist. (III, 13). Rommel 6, 9. S. 434.
Von demselbigen Fürsten.
Die Fürstliche angeborne Sanftmütigkeit, gegen die Underthanen, hochermeltes Landgraffen Christlicher, Gottseliger, vnd hochlöblicher gedächtnus an Tag zu geben soviel


