bach von der Regierung zum Beisitzer derselben, 1806 zum Armen-Bezirks-Direktor er- wählt. Er starb zu Wien 1816.— Seine EFinschrift lautet:
Es iſt ein ſchwaches Ding um unſer Herz. Und dennoch, ſo ſchwach es iſt, und ſo oft es uns irren macht, es iſt doch die Quelle unſerer beſten Geſinnungen, unſerer beſten Triebe, unſerer beſten Handlungen. Diog:
Meine freundſchaftlichen Wünſche begleiten
Sie auf Ihrer ferneren Reiſe, und laſſen
Wien mich erwarten, daß jederzeit mein Andenken 5 Ihnen empfohlen iſt! Karl Wilhelm Hilchenbach evang: ref: Prediger.
Innsbruck,
Mittwoch, 27. Dezember 1775.
Die Universität zu Innsbruck, die 100 Jahre vor dieser Zeit vom Kaiser Leopold I. angelegt worden war(1673 gestiftet, 1677 eingeweiht), und zu dieser Zeit ebenso wie die übrigen österreichischen Universitäten unter der Herrschaft der Geistlichkeit darniederlag, wurde auch erst durch Maria Theresia gehoben, die ihre Fürsorge für die Universität auch noch dadurch bethätigte, dals sie sie 1745 mit der Bibliothek des Schlosses Ambras und üchern aus der kaiserlichen Bibliothek zu Wien beschenkte.
Hier findet sich nur die eine Finschrift des Rechtslehrers v. Banniza:
Multi famam Jabhent, et non merentur! Multi merentun, et non habent. 0 quam multum est, quod iynonamus!
Oeniponte Jos. Leonard. Bannea de Baean, D. XXV. Nöris. omnig. Jun. Moct., S. C R. Majest. CC consil. Regim. infer. Austr., Jur.
civil. et eriminal. profess. publ. ord., Vud. delegat. acad. Praeses.
Er war 1733 zu Würzburg geboren und war mit seinem Vater Joh. Peter v. Banniza ¶707— 1775) nach Wien gekommen, als dieser von Maria Theresia 1755 als Professor der Rechte an die dortige Universität berufen wurde. Der Vater, der wegen seiner Verdienste in den Adelstand erhoben worden war, starb im Juni des Jahres 1775. Der Sohn war 1762 ebenfalls an der Wiener Hochschule als Professor der Rechte mit dem Titel eines k. k niederösterreichischen Regierungsrats angestellt worden. Aber 1768 ging er an die Universität zu Innsbruck, wo er auch das Präsidium in dem„Consistorio academico in judicialibus“ erhielt. Er hat sich wie sein Vater durch zahlreiche Schriften juristischen Inhalts bekannt gemacht. Die Kaiserin Maria Theresia bekundete durch besondere Aus- zeichnungen ihr persönliches Interesse an dem jungen Gelehrten; nach C. L. Baader,
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