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die Schwäbiſche, und am ſpeciellſten die neuere und neueſte Zeit, beſonders die von 1740 an. Auch die Lectüre ſchloß ſich beſonders an die Literaturgeſchichte an und es wurden folgende Werke(in der Schule nur theilweiſe) geleſen: Voſſens Luiſe, Göthens Hermann und Dorothea, Klopſtocks Meſſiade, Wielands Oberon, Herders Cid, Platens Abaſſiden, Reineke Vos, das Niebelungenlied und Voſſens Homer. Das Epos bildete für dieſes Jahr den Mittelpunkt der Lectüre in der Schule; ſonſt wurden noch zu der Literaturgeſchichte mannigfache Proben gegeben. Die Privatlectüre wurde möglichſt geleitet und ſchloß ſich meiſtens an die obengenannten Uebungen an, zu denen auch die Deklamation zu rechnen iſt, mit welcher wöchentlich ein paar Stunden begonnen wurden. Die Theorie wurde überall angeknüpft.— 4 Std. Ledebur.
Franzöſiſch: Die Lectüre wurde möglichſt mit der politiſchen und Literargeſchichte in Verbindung geſetzt. Zuerſt wurden die ſchon im vor. J. geleſenen drei erſten Geſänge von Napoléon en Egypte par Barthélemy et Méry wiederholt und dies ganze Werk ausgeleſen, daneben wurden von den Schülern zu Hauſe geleſen und in der Schule wiederholt, ausgewählte Abſchnitte aus der Histoirre de Napoléon etc. von Ségur. Sodann RKacine's Athalie, Delavigne's les Enfans, d'Edouard und Alexandre Dumas Napoléon Bonaparte(alle drei Werke nur theil⸗ weiſe). Außerdem wurden eine Reihe von Schriften zum Theil ganz, meiſtens ſtückweiſe von einzelnen oder mehreren Schülern zu Hauſe geleſen und in der Schule darüber berichtet. So Werke von Corneille, Boileau, Voltaire, Marmontel, Bernardin de St. Pierre, Chénier, Thiers, Victor Hugo u. a. Die Wahl dieſer Stücke wurde durch die Berührung mit der deutſchen Lectüre, mit der politiſchen und Literargeſchichte, die auch zur Mittheilung zahlreicher Proben aus einer Reihe von Schriftſtellern Veranlaſſung gab, und mit den Stücken, die gerade in der Schule geleſen wurden, beſtimmt. Auch hielten die Schüler das bei Velhagen und Klaſing in Bielefeld erſcheinende Musée français. Memorirt wurden fortwährend Abſchnitte des Geleſenen. 2 Std. Ledebur.— Stilübungen und Grammatik: A. Die wichtigſten Abſchnitte der Syntax wurden nach Jacobi wiederholt und die darauf ſich beziehenden Uebungs⸗ ſtücke theils ſchriftlich, theils mündlich überſetzt; außerdem diente noch zum ſchriftlichen Ueberſetzen in's Franzöſiſche Fränkels Anthologie. B. Statt der früheren wöchentlichen Exercicien wurden freie Abhandlungen aus dem Gebiet der neueren Geſchichte eingereicht und beim Durch⸗ nehmen derſelben, ſowie bei dem Material, welches eine zu dieſem Zwecke angeſtellte Wiederholung des in früheren Klaſſen geleſenen Charles XII. darbot, die Grammatik eingeübt. 2 Stunden. Richter.
Engliſch: Abtheilung l. Geleſen wurde zuerſt Washington frwing's Sketch Book in der Schule und der von ein paar Schülern ſchon früher geleſene ganze Vicar of Wakefield zu Hauſe, ſo daß er in der Schule nur zu beſtimmten Stunden repetirt wurde; ſodann Shakspeare's Merchant of Venice, jedoch nicht ganz. Fortwährendes Memoriren geleſener Abſchnitte. 3 Std. Ledebur.— Stilübungen und Grammatik nach Fölſing: 1 Std. Dietrich.
Abtheilung II. Der Vicar of Wakefield wurde vollſtändig geleſen, theils curſoriſch, theils mit genauerer Erklärung. Ausgewählte Stücke wurden memorirt und außerdem Uebungen im Rücküberſetzen in ſummariſcher Inhaltsangabe in engliſcher Sprache u. dgl. m. daran geknüpft.
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