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Als Anhang sind hier noch anzuführen die apokryphen Schriften, ¹) die eigentlich mehr theologisches Interesse haben, und die Necrologien. ²)
In das Gebiet der Profangeschichte gehören zunächst die Annalen, welche in unserem Kloster durch mehr als vier Jahr- hunderte hindurch aufgezeichnet wurden. Die Hs. 11, in welcher dieselben enthalten sind, ist eine der wichtigsten und reich- haltigsten unserer Bibliothek. Ferner sind zu erwähnen die Chronica minor und die Minoritenchronik, ³) eine Geschichte der Kaiser und Päpste aus dem Ausgange des 13. Jh. Diese war im Mittelalter sehr verbreitet und wurde vielfach um- gearbeitet.
Von politischen Schriften sind die des Abtes Engelbert, von Admont und des Aegidius von Rom zu nennen.
Größere Bedeutung haben die Urkundensammlungen ⁴) und Formelbücher. ⁵) Diese letzteren enthalten gewöhnlich auch wirklich ausgestellte Urkunden mit Weglassung von Einzel- heiten— der Inscription und der Datierung—; sie dienten als Beispiele. Quellen für diese und für die Urkundensamm- lungen waren Regesten, Acten und Urkundenbücher; ⁶) ein solches enthält die Hs. 957. Hier sei gleich bemerkt, dass viele Urkunden sich auf die Vorgänge beziehen, welche sich in Osterreich im J. 1452 abspielten. Der damalige Abt unseres Stiftes, Stephan von Spannberg, war ein hervorragendes Mit- glied der ständischen Opposition, und man hatte daher Ge- legenheit und Interesse, derartige Urkunden abzuschreiben.
Von den Reisebeschreibungen ist die des Odoricus von Friaul hervorzuheben; dieser kam bis Indien und China und starb im J. 1331.
Für die Literaturgeschichte ist die Hs. R 28 wichtig.
Briefe sind aus dem 15. Jh. in großer Anzahl vorhanden;) viele derselben sind von B. Pez und Phil. Hueber veröffent-
1)) E 31, H. 18, H 96, P 58.
2) I1 1, R 2, 957.
3) H 17. IH 18.
4) G 3, 729, 730, N 13.
⁵) G 2, G 35, 720, 0 44, P 50.
6) S. Palacky, UÜber Formelbücher. 1. Lief. Prag 1842 S. 223.
²) Hss. G 3, H 31, H 44, H 45, K 56, L 88, 716, O 19, P 25, P 57, 931.


