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Beitrag zur Behandlung der dramatischen Lektüre : 2. Teil / von Hermann Unbescheid
Entstehung
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Überleitung zur zweiten(grossen) Stufe: Pylades mahnt zum Aufbruch(III, 3); 2. Stufe: die heiligsten Gefühle des Menschen, Wahrheitsliebe und Dankbarkeit Iphigeniens überwinden die übrigen Schwierigkeiten; fünf dramatische Momente a. Iphigeniens Gewissen empört sich gegen die Lüge(IV, 1, Raub des Bildes etc.), b. der gegen Arkas ausgesprochene Betrug(IV, 2) verwirrt ihr Inneres(IV, 3), c) die gegebene Einwilligung zur Flucht(IV, 4) weckt ihr Schuldbewusstsein(IV, 5), d. Thoas' Erbitterung(V, 1 2) besiegt Iphigenie durch das Geständnis der Wahr- heit(V, 3), e. der zwischen Griechen und Scythen begonnene Kampf wird von Iphigenien gehindert(nur noch äusseres Hindernis, V, 4 5). K. Der Wille der Götter wird bekannt, Versöhnung, Abschied(V, 6),

Egmont. Idee: Der erklärte Liebling eines in seinen Freiheiten arg bedrängten Volkes, welchem letzteren auch die Erwählte seines Herzens angehört, wird durch seinen, auch durch die Warnungen des Freundes nicht zu erschütternden Glauben an Recht und Gerechtigkeit in eine die drohende Gefahr vollständig verkennende Sicherheit versetzt und wird deshalb das Opfer der politischen Gegner.

Haupthandlung. I. Akt. 4. Stimmung des Volkes; a- h. Egmonts volksbeliebte Stellung, politische. Lage der Niederländer. c.(Palast der Regentin). Nachricht von dem Ausbruch der Tumulte. Steigerung(die revo- lutionäre Bewegung unter Margarete von Parma bis zur Reaktion: Albas Eingreifen). 1. Stufe: Egmonts und Oraniens Einfluss auf die Vorgänge(berichtet), Machiavells Vorschlag, eine Verfassung zu geben, Margarete beschliesst in ihrer Bedrängnis die Zusammenberufung eines Rates. II. Akt. 2. Stufe(Platz in Brüsselh): Aufruhr des Volkes, von Egmont beschwichtigt. III. Akt. 3. Stufe(Egmonts Wohnung), eingeleitet durch die Scene Egmont der Sekretär(wesentlich Charakterexposition), Hauptscene: Oraniens Warnung und Bitte an Egmont infolge der Nach- richt von Albas Nahen. 4. Stufe(Palast der Regentin): Die Regentin beschliesst, Alba zu weichen. IV. Akt. Akteinleitung(Strasse): Niedergeschlagenheit des Volkes; drei Momente: a. bei der Nachricht von Albas Anordnungen, b. von Margaretens Abreise, c. von Egmonts Gefährdung. Höhenpunktsscenen(der Culenburgische Palast) enthalten Vorscene: Sicherheitsmassregeln zur UÜberrumpelung der Grossen, zwei Momente: a. nach dem Gespräche der Offi- ziere(Silva und Gomez), b. Albas Befehl an die Offziere und Ferdinand; Zwischenglied: Oraniens Absage, Haupt- scene: Egmonts freimütiges Bekenntnis vor Alba. Umkehr, 1. Stufe: Egmonts Verhaftung. V. Akt. Stimmungsscene (Gefängnis): Egmont glaubt nicht an den Rechtsbruch. 2. Stufe(Klärchens Haus): Egmonts Verurteilung(nach Brackenburgs Bericht, Katastrophe der Nebenhandlung). K.(Gefängnis): Verkündigung des Urteils, Egmonts Schmer⸗ und Beruhigung(durch die Liebe Ferdinands). Schlussbild: Verklärung(s. d. Nebenhandlung).

Nebenhandlung(Egmont, Klärchen, Brackenburg). I. Akt.(Bürgerhaus). A. das Lied; a b. Klärchens Ver- hältnis zu Egmont und Brackenburg. III. Akt.(Klärchens Wohnung), Steigerung: Liebesscene(vgl. den Grundton derselben mit dem Höhenpunkte der Picc. Max und Thekla). V. Akt.(Strasse), Höhenpunkt: Klärchen als Heldin Umkehr: Ahnung ihres und des Geliebten Schicksals und Andeutung ihres Entschlusses(Weisst du, wo meine Heimat ist?). J. Klärchen nimmt Gift pei Brackenburgs Nachricht von Egmonts Verurteilung. Schlussbild(s. d. Haupthandlung): Klärchen erscheint Egmont als befreites Holland.

Nathan der Weise. Idee: Die Überzeugung, dass das Humane, Vernünftige und Sittliche(insbesondere Nächstenliebe und Selbsterkenntnis) das Wesentliche der drei monotheistischen Religionen ist, treibt begeisterte, durch mannigfache äussere Schicksale geschiedene Vertreter derselben zu einer in solchem Glauben geschlossenen Vereinigung..

4.(I, 1): Bestürzung des heimgekehrten Nathan bei der Vermutung, dass Recha(Blanda von Filneck, des Juden Pflegekind) mit verbrannt sei. a b.(I, 13): Nathans Verhältnis zu Recha, Erzählung Dajas(Rechas christ- licher Gesellschafterin) von der Rettung durch den vom Sultan begnadigten Tempelherrn(Kurd von Filneck, Blandas Bruder, Sohn des Wolf von Filneck, d. i. Assad, Saladins Bruder), des letzteren Eindruck auf Recha und rätselhaftes Verschwinden(I, 1), Rechas Schwärmerei, Nathans weise Belehrung(I, 2), Saladins Lage und dessen durch den Derwisch verratene Absicht(Anleihe!). c. der Tempelherr zeigt sich wieder(I, 4). Steigerung, 1. Stufe: Der Tempel- herr(Bericht seiner Beteiligung an dem missglückten Versuch, Tebnin zu ersteigen) weisst sowohl des Klosterbruders (des ehemaligen Reitknechtes Wolfs von Filneck, der Blanda Nathan überbracht hatte) hinterlistigen Auftrag an den Patriarchen(I, 5) als auch Dajas Einladung in das Judenhaus entschieden zurück(I, 6); 2. Stufe: Einleitung, das Schachspiel(II, 1), Hauptscene: infolge der herrschenden Finanznot im Palast Saladins beschliesst man, trotz Al Hafis Gegenrede, den reichen Juden Nathan zu rufen(II, 2 3); 3. Stufe: Einleitung, Rechas liebende Ungeduld(II, 4), Hauptscene, Nathan gewinnt den Tempelherrn, der Recha zu besuchen beschliesst, ist zweiteilig: a. geistige An- näherung(lI, 5), dann ein Verbindungsglied: Daja meldet Nathans Berufung zu Saladin(II, 6), b. Nathan ahnt die Verwandtschaft Kurds von Stauffen(wie sich der Tempelherr nennt) mit Wolf von Filneck(II, 7), Schlussscene: Nathan ermahnt Daja zu vorsichtiger Rede gegenüber dem Tempelherrn(II, 8) und A1 Hafis Abschied(II, 9); 4. Stufe: des Tempelherrn Bekanntschaft mit Recha: Einleitung, Recha und Daja in Erwartung des Besuches(III, 1), Scene

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