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Beitrag zur Behandlung der dramatischen Lektüre : 1. Teil / von Hermann Unbescheid
Entstehung
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handlung, also aus acht Momenten. 1. Die Einleitung: a) die Wüchter vor dem Hute; b) Hohn der auf- tretenden Weiber. Durch die Worte: Wer fragt nach euch! Schicht eure Männer her, wenn sie der Mut sticht, dem Befehl zu trotzen! wird c) in spannendster Weise die Aufmerksamkeit auf den in diesem Augenblick auftretenden Tell gelenkt; 2. die Hauptscene: a) Verweigerung ¹³³⁸ der Reverenz und Ge- fangennahme; b) Volksauflauf und Parteinahme ¹4 für Tell; c) Gesslers Auftreten und grausamer Befehl ¹³⁵ (Jagdhörner verkündigen, wie in M. Sl. Elisabeths Erscheinen, Gesslers Nahen); d) Verwendung der Schweizer¹³⁶ und Berthas, währenddessen Tells Seelenkampf; e) Rudenz Einspruch, währenddessen Tells Vor- bereitungen(der 2. Pfeil!) und Meisterschuss. Durch die Momente b, d ist die Schaweh., ³? durch d, e die Attgh. in der Richtung der Umkehr mit dem Höhenpunkt der Tuh. verknüpft. Der Jubel der Anwesenden und Tells Ermattung nach der furchtbaren Erregung und die Rührung der Anwesenden schliessen den letzteren ab, etwa bei den Worten: Komamt, Lommet und bringt der Mutter ihren Sohn!

133) D. 208. Dass Tell gar nichts von Gesslers alle empörenden Gebote weiss, ist eine freilich starke Annahme des Dichters.

134) Zur Demonstration Rösselmanns und zu Friesshardts Wort: Bückst da dich doch etc. vgl. D. Tl. 206.

135) Zu Tells Antwort D. 213. Bestimmter musste hervorgehoben werden, dass er von Gesslers Befehl nichts gewusst habe. 215 flg. Falle meder Knabe man vermisst eine Erwiderung des Knaben. Besser fiele die Auf- forderung Rudolfs ganz weg.

136) D. 209. Auffällt, dass Melchthal und Stauffacher, statt in Unterwalden und Schwyz weiter zu wirken, sich hier in Altorf befinden.

137) D. 224 flg. tadelt das Verhalten der Schweizer. Die allgemeine Verzweiflung steht in scharfem Wider- spruche mit den beiden ersten Aufzügen, in welchen auf Tell gar nicht gerechnet war.