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gehört zum bairiſchen Titel, Herzog v. Bouillon und Martgraf v. Franchimont nannten ſich die Biſchöfe von Lüttich(vgl. Nr. 68).
Fulda. Abt Bernhard Guſtav von Baden 1671 bis 1677, Thlr. v. J. 1672: SVBPO NDERE: Beſchwerter Palmbaum, davor unten Wappen(Fulda und Baden) unter Engelskopf und Cardinalshut. — BERNHARDVS GVSTAVVSDEII ETAPOST:SED:GRA TIASRE CARDINAL] p.ABBAS FPFVLDENSIS MARCHIOBADENSIS COADIV:CONFIRMAT: CAMPIDONENSIS. ETSIGBVRGENSISXXIIFEBRVARIII MDCLXXII’:
Die abgekürzten Wörter ſind: apostolicae sedis, sanctae Romanae ecclesiae cardinalis,
princeps Fürſt⸗Abt), coadiutor confirmatus. Bernhard Guſtav, Sohn Friedrich's V. von Baden⸗ Durlach, wurde 1660 katholiſch, 1672 Cardinal, 1673 Abt von Kempten. Von ihm exiſtiren nur derartige Gedächtnißmünzen v. J. 1672. Abt Placidus von Droſte 1678 bis 1700, ſehr ſchöner Thlr. v. J. 1688, in Nürnberg geſchlagen: PLACIDUSDG-ABB-FULD'SRäPR'D-A-ARCHPGERM&GALL-PR: Bruſtbild mit Calotte, am Talar: P. H. M.(Philipp Heinrich Müller.)— PIETATE ET CONSTANTIA Wappen (Fulda u. Droſte) mit drei Helmzierden, unten 16 88
Zu leſen iſt: divae augustae archicancellarius(Erzkanzler der regierenden Kaiſerin, wobei der Zuſatz diva ſehr wunderlich), per Germaniam et Galliam primas. Der hiermit ausgedrückte Vorzug wird auf Bonifacius zurückzuführen ſein.
Lüttich. Biſchof Georg von Oeſterreich 1544 bis 1557, Sohn des Kaiſers Maximilian I., Thlr. v. J. 1549: GEORGIVS-AB-AVSTRIADEIGRA Wappen(Oeſterreich und Habsburg) mit Helmzierde, unten daneben 15 u. 49— EPS.LEOD DVX'BVLL. COMES-LOS:(ſ. Nr. 68.) Ritter St. Georg mit erhobenem Schwert, unten Lindwurm.
Biſchof Maximilian Heinrich 1650 bis 1688(vergl. Nr. 64), Thlr. v. J. 1664: MAX--HEND'G-ARCCOLPRINCEL Bruſtbild.— EPET-PRINC-LEOD. DVX(D und V verbunden) BVLMAR!FRCO-LO-HO Wappen(Lüttich, Bouillon, Franchimont, Looz, Baiern und Pfalz), darüber 16 64
Der Titel ſchließt: Comes Lossensis Hornanusque oder Lossiae Horniae. Bouillon, 1096 dem Stift verpfändet, kam um 1500 an die Herrn von Sedan. Mainz. Kurfürſt Daniel Brendel von Homburg 1555 bis 1582, Bettlerthaler v. J. 1568: DANIEI.ARCIHII:MOGVN:üP:üELECTOR: 1568 Wappen(Mainz und Brendel) mit drei Helm⸗ zierden.— MONETA:ARGENT EA:MOGVNTINEN. Der hl. Martin ſchneidet für einen Bettler ein Stück vom Mantel, unten das Mainzer Wappen.
Auffallend iſt die Form Moguntinensis ſtatt Moguntina.
. Kurf. Johann Schweikhard von Kronberg 1604 bis 1626, Gulden auf den Bau des Schloſſes zu Aſchaf⸗
fenburg 1614: I0ES:SVICARDVSD:G-ARCHIEPS-MOGVNTS-RTPRINCEPS-ELECTOR: Wappen(Mainz und Kronberg) mit drei Helmzierden.—
AVS PICE:DEO:COMITEFORTVNAXVIITEBRVARI-ANNO:M'D:C-XIIII Das Schloß von oben geſehen, darunter L.8(Lorenz Schilling in Frankfurt).


