Druckschrift 
1 (1869)
Entstehung
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Geiſtliche Fürſten.

. Papſt Junocenz X 1644 bis 1655, Kupfer halber Bajocco v. J. 1653: INNOC: P-M-A-X:(pon-

tifex maximus anno decimo) Wappen MEzo] BAIOC] CO im Lorbeerkranz.

. Alexander Vll. 1655 bis 1667, Kupfer halber Bajocco o. J.: ALEXVII! PONTMAX Wappen.

Rev. ebenſo im Eichenkranz.

Desgl. mit quadrirtem Wappen.

Clemens X. 1670 bis 1676, Scudo v. J. 1675:(LEMENSX PONTMAX Wappen. CIL.AVSISFORIBVSVENIET ET DABIT PACEM] Vermauerte heilige Pforte, daneben die Statuen des Petrus und Paulus, unten das Wappen des Münzpröſidenten G. R. Imperiali und die Jahreszahl MDCL XXV.

Nur in den Jubeljahren, nach Ablauf eines Vierteljahrhunderts, wurden Münzen mit der heiligen Pforte geprägt; ſie beziehen ſich auf einen Ritus, wobei Ablaß ertheilt wurde.

Benedict XIV. 1740 bis 1758, ſchöne Zechine(Ducat) v. J. 1743: BENED-XIV P.M: 1743 die perſonificirte römiſche Kirche. REPENTE DE:CEI.O Wappen, darüber ſtrahlende Taube(der heilige Geiſt'.

Augsburg. Biſchof Joſeph von Heſſen⸗Darmſtadt 1740 bis 1768, Thaler v. J. 1744: 108EPHÄSD'G-EP-AUGUST'SR-PR LANGR-HASS Bruſtbild, darunter M.(Müller) AUGUSTANO SACERDOTIO ORNRATO ET AUCCTO Das Stiftswappen und das heſſiſche, unten Orden und 17 44.

Zu leſen iſt: Josephus Dei gratia episcopus Augustanus sacri Romani imperii princeps landgravius Hassiae. Joſeph's Vater, Philipp, war ein Bruder des Landgrafen Ernſt Ludwig. Cöln. Erzbiſchof Ruprecht von der Pfalz 1463 bis 1480, Goldgulden in Deutz geprägt: ROPERTVS ARCHEP1'CO Segnender Erzbiſchof von vorn MONENOVAAVREATVICIEN Wappen.

Die Abkürzungen heißen: Archiepiscopus Coloniensis, moneta Tuiciensis. Die Schrift iſt die von ungefähr 1300 bis nach 1500 gebräuchliche Mönchsſchrift.

Kurfürſt Maximilian Heinrich von Baiern 1650 bis 1688, Thlr. o. J. MAX:HEN:D:G:AR:COL:S:R:I:PRäEL.:EP:HILE:AD:BE:ST:C:P:R: Bruſtbild im Talar. V. BAV:WE:ANBVL:DVXLANDG:LEVCHH:MAR:FRA: Wappen(Cöln Weſtphalen, Engern, Arensberg, Baiern und Pfalz).

Die Titel ſind: Elector, episcopus Hildesiensis Leodiensis, administrator Berch- tolsgadiensis Stabulensis, comes Palatinus Rheni(Pfalzgraf), utriusque Bavariae, West- phaliae Angriae Bullonii dux, landgravius Leuchtenbergensis, marchio Francimontanus. Biſchof von Hildesheim und Lüttich war Max. H. auch von 1650 an lebenslänglich. Die Propſtei Berchtesgaden in Baiern ſtand 1595 bis 1723 unter cölniſcher Verwaltung. Stablo war eine gefürſtete Abtei im Bisthum Lüttich. Theile von Weſtphalen und Engern, die Heinrich der Löwe verlor, bekam Cöln ſchon 1180. Die Titel ſind nach dem Rang zuſammengeſtellt; L. v. Leuchtenberg