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Schönſchreiben. Einübung deutſcher und lateiniſcher Schrift. 2 St. w.(S. Roſenſtock. W. Freſe.)
Zeichnen. In Sexta, Quinta und Quarta obligatoriſch.
Sexta. Geradlinige Figuren innerhalb des Quadrats nach Vorzeichnung an der Wandtafel. Me⸗
thode von Domſchke. 2 St. w.
Quinta. Gerad⸗ und krummlinige Figuren unter Berückſichtigung von Licht und Schatten nach Vorzeichnung an der Wandtafel nnd nach Domſchke, Toparkus und Hermes. 2 St. w. Quarta. Ornamente, Gefäße, Blätter, Blumen, Landſchaften nach der Methode von Domſchke,
Troſchel, Hermes und Preusker. 1 St. w.
Tertia. Nach Vorlagen und Troſchels Wandtafeln. Ornamente, Blumen, Baunſchlag, Land⸗
ſchaften, Figuren. 1 St. w.
Secunda und Prima. Köpfo, architektoniſche Glieder, große Landſchaften, ganze Figuren. 1 St.
w.(S. Roſenſtock. W. Freſe.)
Geſang. 6 St. w.(Kantor Kapmeyer.)
Sexta und Quinta bilden eine Geſangklaſſe.— Pflege des muſikaliſchen Gehörs; Kör⸗ perhaltung; Tonbildung; Tonleiter; Solfeggien; Notenkenntnis; Einteilung der Noten; leichte Uebungen im Treffen der Töne. Als Grundlage dazu dienen an die Tafel geſchriebene Beiſpiele; ſodann Uebung von Chorälen; 25 Turn⸗ und Wanderlieder nach Erk; alles unter ſteter Berück⸗ ſichtigung des Taktweſens.
Quarta und Tertia bilden die folgende Geſangklaſſe; und zwar beſteht dieſe aus Schülern, welche noch nicht zum Chor herangezogen werden konnten. Wiederholung und Erweiterung des fräͤher Bearbeiteten und Geübten; ferner 12 weitere Lieder nach Erk.
Chorklaſſe. Vierſtimmige Pſalmen u. Motetten; Lieder von Mendelsſohn, Karow, Greef ꝛc.; liturgiſche Chöre; einige Chöre und Soli aus der„Schöpfung“ von Haydn; einige Chöre und Soli aus dem„Weltgericht“ von Schneider; vier Chöre aus der Antigone des Sophokles, komp. v. Mendelsſohn⸗Bartholdy.
Turnen. Sommer: In drei Abteilungen zu je 2 St. In ſtufenweiſer Folge: Frei⸗ und Ordnungsübungen, Gerüſt⸗ und Gerätübungen, Turnſpiele.(Koſenſtock.) Winter: In 4 Abteilungen je 1 St. Außerdem 1 St. für Vorturner. Die Uebungen beſtanden in Frei⸗, Ord⸗ nungs⸗ und Gerätübungen. Erſtere beide leitete der Lehrer unmittelbar, letztere unter ſeiner Auf⸗ ſicht die Vorturner. Auch die in dieſem Winter günſtige Gelegenheit zum Schlittſchuhlaufen iſt unter Leitung des Lehrers eifrig benutzt worden.(Freſe.)
Baden u. Schwimmen. Im Sommer täglich 1½ St. unter Aufſicht des Schwimm⸗ lehrers Meyer. Zur Sicherheit der Badenden war während der beſtimmten Stunden der Fiſcher Bombeck mit ſeinem Kahne an der Badeſtelle anweſend.


