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1 (1894) Jahresbericht über das Schuljahr 1893/94
Entstehung
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II. Berkügungen der vorgeletzten Behörde.

Caſſel, am 13. April 1893. Es iſt Bericht zu erſtatten über die bei der Abſchlußprüfung vor der Verſetzung nach Oberſekunda gemachten Erfahrungen.

Caſſel, am 27. April 1893. Bericht über Verwertung der Archäologie im Unterricht von ſeiten der Beſucher der Philologenverſammlung in Wien betreffend.

Caſſel, am 10. Mai 1893. Die Verwendung von 626 Mark zum Umbau der Orgel wird genehmigt.

Caſſel, am 28. Juli 1893. Mitteilung einer Miniſterialverfügung, wonach von Schülern, welche die Abſchlußprüfung beſtanden haben und zu einem Lebensberuf oder auf eine andere Anſtalt übergehen, 3 Mark für das Zeugnis zu erheben ſind.

Caſſel, am 3. Oktober 1893. Die Anſchaffung einer neuen Gymnaſialuhr wird genehmigt..

Caſſel, am 18. Oktober 1893. Zufolge einer Miniſterialverfügung werden die öffentlichen Schul⸗ prüfungen aufgehoben.

Caſſel, am 8. Dezember 1893. Zur rechtzeitigen Meldung für das Elevenjahr der Maſchinenbau⸗ befliſſenen iſt den betr. Abiturienten alsbald nach Beſtehen der Prüfung eine vorläufige Beſcheinigung hierüber auszuſtellen.

Caſſel, am 6. Januar 1894. Den Schülern, welche Pharmacie ſtudieren wollen, iſt zur recht⸗ zeitigen Meldung alsbald nach Beſtehen der Abſchlußprüfung ein vorläufiges Zeugnis hierüber aus⸗ zufertigen.

Caſſel, am 9. Januar 1894. Die Ferienordnung des vorigen Jahres bleibt auch für dieſes Jahr beſtehen.

III. Schulgelchichte.

Wie bereits im vorjährigen Jahresbericht S. 17 mitgeteilt worden iſt, ſchied mit dem Schluß des vorigen Schuljahres der langjährige und um die Anſtalt ſo hochverdiente Direktor Dr. Gideon Vogt auf ſein Anſuchen aus Rückſicht auf ſeine Geſundheit aus dem Amte, um in den Ruheſtand zu treten. Er wurde bei dieſer Gelegenheit von Sr. Majeſtät dem Kaiſer durch Verleihung des Ritterkreuzes des Königl. Hausordens von Hohenzollern ausgezeichnet. In Anerkennung der großen Verdienſte, welche ſich derſelbe um unſer Gymnaſium erworben, und zum bleibenden Andenken an ihn wurde ſodann von Lehrern der Anſtalt und früheren Schülern des Direktors Vogt eine Gideon⸗Vogt⸗Stiftung begründet. Zu dieſer lieferten die gegenwärtigen und früheren Lehrer des Gymnaſiums und zahlreiche dankbare Schüler des genannten Direktors Beiträge, ſo daß die Stiftung ſich am 1. April v. J. ſchon auf 3750 Mark belief. Die Stiftungsurkunde, welche ihm, kalligraphiſch ausgeführt, an dem genannten Tage überreicht wurde, lautet:

hochgeehrter Herr Direktor!

Den Tag, an welchem Sie nach faſt 23jähriger ſegensreicher Thätigkeit als Direktor des hieſigen Friedrichs⸗ Gymnaſiums in den Ruheſtand übertreten, wollen Ihre ehemaligen Schüler ſowie diejenigen, welche als Lehrer unter Ihrer Leitung thätig geweſen ſind, nicht vorübergehen laſſen, ohne die Gefühle wärmſter Dankbarkeit und Verehrung zum Ausdruck zu bringen.

Wir glauben, daß ein gemeinſames Zeichen unſerer Liebe und Anhänglichkeit, welches Ihren Verdienſten um die Anſtalt und Ihrem eigenen Sinne gerecht wird, nicht ſowohl in einer Ihnen perſönlich zu widmenden Gabe, als vielmehr lediglich in einer Stiftung beſtehen kann, welche Ihren Namen dauernd mit der von Ihnen geleiteten

Schule verknüpft.