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Griechiſch: 7 St. w.— Homer Od. XIII— XVIII u. XXII. Xenoph. Cyrop. I, cap. 1—5, II, cap. 2; Hellenica III. Moduslehre nach Kochs Grammatik§ 91—131. Wiederholung der früheren Penſa. Überſetzen aus Böhmes Aufgaben, 14-tägige ſchriftliche Arbeiten.(Im Sommer Danysz, im Winter Miedzychodzki).
Franzöſiſch: 2 St. w.— Choix de poésies narratives von Göbel. Histoire de la seconde guerre punique par Rollin. Plötz, Schulgrammatik Lektion 60—79; Repetition der früheren Abſchnitte. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit.(Im Sommer Suchier, im Winter Mosheim).
Geſchichte und Geographie: 3 St. w.— Römiſche Geſchichte nach Pütz. Geographie von Deutſchland nach Daniels Leitfaden§§ 75, 85—103 einſchl.(Gutheil).
Mathematik: 4 St. w.— Trigonometrie. Die Lehre von den Logarithmen. Gleich⸗ ungen zweiten Grades mit mehreren Unbekannten. Geometriſche Konſtruktionsaufgaben und Konſtruktion algebraiſcher Ausdrücke. Alle 2 Wochen ſchriftliche Arbeiten.(Hartmann).
Naturkunde: 2 St. w.— Mechanik.(Nach Jochmann).(Hartmann).
Sekunda 2.
Ordinarius bis Michaelis Prorektor Dr. Suchier, von da ab Gymnaſiallehrer Miedzychodzki. Religionslehre: 2 St. w.— Geſchichte des Reiches Gottes im Alten Teſtament. Lektüre
ausgewählter Stellen aus dem Alten Teſtament. Pſalmen und Kirchenlieder teils wiederholt teils
neugelernt. Lebensgeſchichte der Kirchenliederdichter.(Schöbe; im letzten Quartal Schwarz.)
Deutſch: 2 St. w.— Das Nibelungenlied in neuhochdeutſcher Überſetzung.— Ausge⸗ wählte Gedichte von Schiller geleſen und erklärt, mehrere auswendig gelernt.—„Wilhelm Tell“ von Schiller; ausgewählte Stellen wurden memoriert.— Leben Schillers und Uhlands.— Tropen und Figuren.— Deklamationen. Disponierübungen. Aufſätze.(Steiger).
Themata der deutſchen Aufſätze:
1) Wie bewahrheitet ſich das Sprichwort:„Wer andern eine Grube gräbt, fällt ſelbſt hinein“, an Robert in Schillers„Gang nach dem Eiſenhammer“? 2) Geben iſt ſeliger als Nehmen. 3) Siegfrieds Fhugjen nach dem Nibelungenliede.(Klaſſenarbeit.) 4) Der Wilde. Eine Charakter⸗ ſchilderung nach Seumes Gedicht. 5) Concordia parvae res crescunt.(Chrie). 6) Wodurch ge⸗ winnt der Jüngling in Schillers Ballade:„Der Taucher“ unſere Teilnahme? 7) Not bricht Eiſen. 8) Goethes„Fiſcher“ und das Lied des Fiſcherknaben in Schillers„Wilhelm Tell.“ 9) Zwiſchen Lipp' und Kelches Rand ſchwebt der finſtern Mächte Hand.(Chrie). 10) Welche Bedeutung hat der fünfte Aufzug in Schillers„Wilhelm Tell“ für die Handlung?(Klaſſenarbeit).
Lateiniſch: 8 St. w.— Verg. Aen. II und III. Memorieren ausgewählter Stellen. Liv. XXIII, cap. 1— 20; Cic. pro Archia, pro Sulla. Grammatik nach Ellendt⸗Seyffert, § 143— 350. Skripta nach Klaucke und Extemporalien nach Diktaten(wöchentlich je eins.)(Im Sommer Suchier, im Winter Miedzychodzki).
Griechiſch: 7 St. w.— Hom. Od. IX. X. ſowie Stücke aus I. II. III. V; letztere wurden auswendig gelernt.(Büsgen). Xenoph. Anab. V und VI; Caſuslehre nach Koch, griech.


