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3 (1888)
Entstehung
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3. Ubersicht über die im Schuljahr 188788 absolvierten Pensen.

Oberprima. Ordinarius: Spangenberg.

Religion(2 Std. wöchentlich). a) Protestanten: Christliche Glaubens- und

Sittenlehre. Repetitionen aus der alt- und neu-

testamentlichen Bibelkunde, sowie aus der Kirchen-

geschichte. Lektüre des Johannesevangeliums. Krebs.

b) Katholiken(komb. mit Ib): Die dogma- tische Lehre von Gott an und für sich, von der Schöpfung und Erlösung nach Wedewer:Grund- rils der Glaubenslehre, S. 1 75. Das Wichtigste aus der Sittenlehre. Wiederholungen aus der Kirchen- geschichte und Apologetik. Wedewer. Deutsche Sprache(3 Std. wöchentlich). Gelesen und erklärt wurden SchillersWallenstein, Goethes Iphigenie,Tasso. Litteraturgeschichte: Die deutsche Litteratur in ausführlicher Darstellung seit Klopstock bis zu Goethes Tod. Übungen in der Deklamation und in freien Vorträgen. Jeden Monat Wurde ein Aufsatz eingeliefert und korrigiert. The- mata der deutschen 1) Wodurch ist Schiller der Lieblingsdichter der Dentschen ge- worden? 2) Mit welchem Recht nennt Livius den 2. punischen Krieg den denkwürdigsten, den die Römer je geführt haben? 3) Hat der Deutsche Grund, auf seinen Namen stolz zu sein?(Klassen- arbeit.) 4) Unterhaltungsbüchersind unsere Freunde. aber auch unsere Feinde. 5) Gudrun und Penelope. (Eine Vergleichung.) 6) Uber den Ausspruch des Livius: Et facere et pati fortia Romanum est. 7) Aus welchen Gründen machte LessingsMinna von Barnhelm einen so mächtigen Eindruck auf alle Zeitgenossen?(Klassenarbeit.) 8) Kurze Lebens- beschreibung. 9) Ist Roms Grölse eine Gabe des Glücks oder eine freie Schöpfung seiner Bürger? (Maturitätsarbeit.) F. Schmidt.

Lateinische Sprache(5 Std. wöchentlich).

Aufsätze:

a) Grammatik: Die wichtigsten syntaktischen Regeln wurden fortwährend wiederholt nach Schultez: Grammatik; alle 14 Tage Exercitien und Extempo-

ralien nach Schultz' Ubungsbuch, letztere nach Dik- taten.

b) Lektüre: Ausgewählte Oden aus Horalz. Livius lib. XXIII. F. Schmidt. Französische Sprache(4 Std. wöchentlich).

Grammatische Repetitionen. Extemporalien, Auf- sätze und Sprechübungen meist im Anschlufs an die Lektüre. Gelesen wurden: Lanfrey, Campagne de 1806 et 1807; Molieère, les Femmes Savantes. Themata der franz. Aufsätze: 1) Guerre de la 3me Coalition contre Napoléon. 2) Napoléon imitateur de Charlemagne. 3) Meurtre du duc d'Enghien. 4) Guerre du Nord. 5) Guerre de la Succession d'Espagne. 6) Guerre de Trente ans. 7) Molièere. 8) Henri IV, roi de France.(Maturitätsarbeit.) Kühn.

Englische Sprache(3 Std. wöchentlich). Lektüre

Shakspere, Macbeth und Hamlet, 1. und 2. Akt; auſserdem Macaulay, the history of England, Bd. I, chapt. III. p. 275 350. Grammatische Repetitio- nen. Schriftliche und Sprechübungen im Anſchluls an die Lektüre. Spangenberg.(Lewin 18t.) eschichte(3 Std. wöchentlich). Neuere Geschichte von 1789 1871. Ebersichtliche Wiederholung der alten Geschichte nach Herbst, Hülfsbuch für die oberen Klassen der Gymnasien und Realschulen. Spangenberg.

Mathematik(5 Std. wöchentlich). Analytische Geo-

Maxima und Minima. Reihen. Bestim- mung vieldeutiger Symbole. Quadraturen, Rekti- fikationen, Kubaturen und Komplanationen. titionen aus allen Teilen der Elementarmathematik.

metrie.

Repe-

Aufgaben für die Maturitätsprüfung.

Ostern 1888. 1) Die Gleichung einer Kurve ist: 17 2 16 xy+ 17 2 192 x 42 y+ 648= o. Die Art der Kurve soll bestimmt und ihre Gleichung auf die einfachste Form gebracht werden. 2) Unter welchem Winkel ist eine Ebene gegen den Horizont geneigt, wenn eine in derselben liegende Gerade mit ihrer Horizontalprojektion einen Winkel von 57⁰ 35' und diese Horizontalprojektion mit der Hori-