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ſo, wie jenes, ein durch Vergleichung gebildetes negatives Gleichheitsverhältniß ausdrückt(vgl. §. 28). Auch hier liegt auf adeo, wie dort auf tantum, ein ſolcher Nachdruck, daß ſowohl das Satzglied mit ut, als das mit adeo ſelbſt verbundene Satzglied von ihm re⸗ giert wird. Daher iſt der ſchon oben angeführte Satz: Augustus tantum abfuit ut amicitias facile admitteret, ut eas constantissime retineret, mit adeo non— ut verbunden, als: Augustus adeo non amicitias facile ad- misit, ut eas constantissime retineret, ebenſo zu erklä⸗ ren, wie in der Verbindung mit tantum abest ut— ut, nämlich: adeo ut Aug. amicitias constansissime retine- ret(i. e. quatenus oder prout——— retinuit), adeo non eas facile admisit(i. e. eatenus oder itidem non cas facile admisit), ſoweit daß oder als d. i. ſowie Aug. in der Freundſchaft ſtandhaft ſich zeigte, inſoweit d. i. ebenſo nahm er nicht leicht jemanden in ſeine Freundſchaft auf.
Aber nicht blos die Erklärung von adeo uon— ut iſt die nämliche, wie von tantum abest ut— ut, ſondern es ſtimmt auch im Gebrauche inſofern mit dieſem überein, als es, ob es gleich eine comparative Bindeformel iſt, den⸗ noch auch zur Bezeichnung einer Ungleichheit zwiſchen zwey Satzgliedern angewendet werden kann, und aus eben dieſem Grunde die adverſativen Ausdrücke contra und etiam bey ut zuläßt. Nur potius darf nicht damit ver⸗ bunden werden, weil die Natur der Bindeformel adeo non— ut die nämliche iſt, wie die von tantum abest ut— ut, und potius ſeinem Hauptbegriffe nach, das in
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