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den Verlockungen nicht zugänglich sind, auch auf die Eltern einen solchen Einfluss üben, dass diese ihre Kinder warnen und mit sittlichem Ernst gegen allenfallsige Ausschreitungen auftreten. Ferner sollen die Geistlichen den Vorständen der höheren Schulen von jedem Vorkommniss in der ange- deuteten Richtung alsbald Anzeige machen und deren Unterstützung ebenso nachsuchen, als die letzteren ihrerseits dasselbe zu thun verpflichtet sind. Bezüglich der gegenseitigen Mittheilung ist eine besondere Uebereinkunft zwischen den hiesigen Geistlichen und Schulen getroffen worden. Ein Zusammenwirken von Haus, Schule und Kirche wird die Missstände hoffentlich bald verschwinden machen. Zu den Dingen, die abgeschafft werden müssen, gehören die sogenannten Confirmandenlisten, zu denen, die eine besondere Beaufsichtigung beziehungsweise Umgestaltung nöthig haben, die Ausflüge der Confirmanden nach der Confirmation.
Eine wichtige Veränderung steht der Realschule darin bevor, dass der Anfang des Schul- jahres von Michaelis auf Ostern gelegt werden soll. Um dies auszuführen, soll das nächste Schul- jahr von Michaelis 1879 bis Ostern 1880 dauern, die nächste Versetzung also Ostern 1880 stattfinden. Da die übrigen Schulen unserer Stadt und Provinz mit Ostern das Schuljahr beginnen, entstehen aus einer abweichenden Stellung unserer Schule so viele Unzuträglichkeiten, dass die getroffene Bestimmung ebenso nothwendig als heilsam ist. Mit Rücksicht hierauf wird allen denen, die der Anstalt Söhne anvertraut haben, noch eine besondere Mittheilung zugehen.
III. Schüler.
Die Zahl der Schüler betrug am Anfang des neuen Schuljahres 678, von denen 514 der Realschule, 164 der Vorschule angehörten. Die Zahl der Klassen war 17, von diesen hatte Ober I 15, Unter I 17, Ober II 25, Unter II 48, Ober III a 38, IIIb 38, Unter III a 43; III b 42, IV a 41, IV b 40, V a 35, V b 39, VI a 47, VI b 46, Vorschule I 56, II 54, III 54 Schüler.
Im Sommerhalbjahr 1879 betrug die Zahl der Schüler 630, von denen 466 der Realschule 164 der Vorschule angehörten. Die Zahl der Klassen war 17, von diesen hatte Ober I 15, Unter I. 17, Ober II 21, Unter II 44, Ober III a 35, III b 35, Unter III a 39, III b 40, IV a 36, IV b 36, V a 28, V b 31, VI a 45, VI b 44, Vorschule I 54, II 56, III 54 Schüler.
Der Oberprimaner Konrad Löwe aus Bellnhausen im Kreis Marburg starb am 16. August in Bad Soden; die Anstalt verliert in ihm einen fleissigen gewissenhaften Schüler.
Folgende Schüler, bezw. Extraneer bestanden die Abiturientenprüfung: —⏑ʒÿ—y Q—-——Q:„2. ·———————————B—V——
Er 5 In der 5 3 23 Stand und Wohnort Real. ³— Namen. 6 Geburtsort. 3 Ues Vaters. Lehnle 54 Gewählter Beruf. 3— 8— 4 Michaelis 1878: 1. Saur, Karl ref. Cassel 19 Lehrer dahier 9 ½ 1 Stud. der Math. u. Natur- wissenschaft. 2. Hungershausen, loh. ref. Allendorf aWerra 19 ⅓ Färbermeister in Allendorf 6 1 Forstfach. 3. Koch, Sigmund ref. Lippoldsberg, Kreis 18 ¾ Lehrer in Helsa 7 ½ Stud. der Math. u. Natur- Hofgeismar wissenschaft. 4. Holzapfel, Johannes ev. Elgeralbansen, Kreis 22 f Schmiedem. in Elgersh. 7 ½ ½ Steuerfach. asse


