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3 (1874)
Entstehung
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30 wandern, durch die Wüſte, der Herr ſchützt ſie mit Seinem mächtigen Arm vor ihren Verfolgern; die Rede Seines heiligen Mundes offenbart ihnen in den zwei Tafeln des Geſetzes Seinen ewigen Gotteswillen und Seine unabänderlichen Lebensordnungen.

Und nachdem dieſe große Gottesthat vollbracht iſt, nach⸗ dem der Glanz dieſes Lichtes aus der Höhe in die irdiſche Menſchenwelt hereingebrochen iſt zu unvergänglichem Leuchten, da erſchallt zugleich zu unzertrennlicher Verbindung mit der Offen⸗ barung Seines Willens das unverbrüchliche Gotteswort:ſiehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch; den Segen, ſo ihr gehorchet den Geboten des Herrn eures Gottes; den Fluch aber, ſo ihr nicht gehorchen werdet und abtretet von dem Wege, den ich euch gebiete.

Seitdem bewährt ſich dieſe Vorausverkündigung des all⸗ mächtigen Gottes in den Lebensführungen des Volkes in Leid und Freud, in Trübſal und Heil, in Krankheit und Geſundheit, in Tod und Leben auf ſo mannigfaltige Weiſe, daß die Männer Gottes nicht aufhören, immer und immer wieder auf dieſes all⸗ gewaltige Wort des lebendigen Gottes hinzuweiſen, und in Kraft des heiligen Geiſtes das Volk zum Gehorſam zu mahnen.

Und warum war dieß notwendig? warum bedurfte es dieſes unabläßigen, immer wiederholten Dringens auf Gehorſam, auf Unterwerfung unter Gottes Gebote? Warlich, es würde nicht nötig geweſen ſein, wenn das Herz des Volkes ein anderes ge⸗ weſen wäre, wenn in ihm ſelbſt die Luſt und Freude an Gottes heiligem Willen und nicht vielmehr Widerwillen und Widerſtreben, wenn in ihm Einklang und Zuſtimmung und nicht vielmehr Widerſetzlichkeit und Verwerfung der göttlichen Ordnungen ge⸗ herſcht hätte.

Und ſo iſt es noch immer, zu allen Zeiten und aller Orten. Seitdem die That des erſten Ungehorſams das göttliche Ebenbild in uns zerrüttet hat, will das natürliche Menſchenherz aus ſich heraus von Gottes Geboten nichts wißen; es hat den ſelbſt⸗ ſüchtigen Willen des eigenen Ichs auf den Thron gehoben; und