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3 (1874)
Entstehung
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17 die ſich durch mechaniſche Kräfte überwinden laßen, nicht mehr zurückbebt, nun auch in gleicher Weiſe des Fortſchritts auf den höheren Gebieten des geiſtigen, politiſchen, ja nur des ſocialen Lebens rühmen?

Steht nicht vielmehr unſere Zeit um hier nur Einiges zu erwähnen an geiſtiger Productivität, an neuen ſelbſtändigen, lebenskräftigen Schöpfungen in der Poeſie und Literatur, an Reichtum und Tiefe, Mannigfaltigkeit und Friſche der Gedanken, an Innigkeit des Gemütlebens und Charakterſtärke, an Richtigkeit und Reinheit, Klarheit und Schönheit der Sprache bedeutend hinter früheren Perioden zurück?

Und wenn man nun gar auf die politiſchen und ſocialen Zuſtände, auf die in faſt allen Schichten der Geſellſchaft wieder herſchenden Anſchauungen ſieht, muß uns da nicht unſere Zeit als in offenbarem Rückfall und Rückſchritt begriffen er⸗ ſcheinen? Kommt es uns nicht oft genug vor, als würden wir eine ganze Reihe von Jahren in alte, wie es ſchien für immer untergegangene Regionen zurückverſetzt: ſo ganz dieſelben liberalen Phraſen tauchen aller Orten wieder auf, dieſelben lichtfreundlichen Redensarten und Demonſtrationen, dieſelben Uhlich'ſchen und Ronge'ſchen Trivialitäten und anderes der Art, als wären wir wieder hinter das Jahr 48 verſchlagen und ſollten dieſelben Revolutionsgreuel, dieſelben Septembertage, wie wir ſie jetzt vor 10 Jahren haben erleben müßen, gerade ſo noch einmal wieder durchmachen?

Daneben vieler Orten der Krebsgang männlich⸗trener Ge⸗ ſinnung in Servilismus und Heuchelei, des Regiments von Gottes Gnaden in imperiöſes Herſchen, der Erkenntnis und kräftigen Förderung deſſen, was zum wahren Heile dient, in die oberfläch⸗ lichſte Zeitungsweisheit und in das armſelige Streben, der ſ. g. öffentlichen Meinung knechtiſch zu huldigen, der thatkräftigen Entſchiedenheit in ſchwache Vermittlungsverſuche, des freudigen Bekenntniſſes zu dem Herrn Jeſus Chriſtus und Seiner Kirche in einige wenige abgeblaßte religiöſe Vorſtellungen und Stimmungen.

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