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1 (1866)
Entstehung
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der obigen Bestimmungen zu erteilen. Diesz Verwaltungsrecht soll jedoch in folgenden Punkten beschränkt

werden: a) dasz jährlich Rechnung über die Verwaltung der zuständigen Staatsaufsichtsbehörde abgelegt wird.

b) dasz die Zuwendung des Stipendiums, wie im§ 2 des Näheren angegeben worden, an die Zustimmung des Stadtrathes der Stadt Hanau gebunden ist. 1 § 6.

Für den Fall, dasz der Stadtrath seine Zustimmung zu dem Beschlusze des Lehrercollegiums nicht erteilt, soll das Zinseneinkommen von der Zeit, so lange die Uebereinstimmung nicht zu Stande kommt, zum Capitale geschlagen werden(vgl.§ 4).

Es mag hier gleich bemerkt werden, dasz nach einstimmigem Beschlusz der Lehrerconferenz vom 12. Jan. d. J., unter Zustimmung des hiesigen Stadtraths? für Abteilung II, zum erstenmal das Stipendium beider Abte ilungen dem Tertianer Wilhelm Strausz von hier am 21. Februar 1866, nach Maszgabe des vor- handenen Zinseneinkommens im Betrage von 99 Gulden jährlich, vom Beginn des neuen Schuljahrs an, zuer- kannt worden ist.

Indem wir nochmals allen den fröhlichen Gebern nah und fern hiermit unsern wärmsten Dank abstatten, wagen wir es zugleich, um fernere Teilnahme für das neugegründete Stipendium zu bitten.

Als weitere Beiträge, die nach dem von den Gymnasiallehrern Dr. Fürstenau und Spangenberg vollzogenen Rechnungsabschlusz eingegangen sind, haben wir dieszmal dankbarlichst zu verzeichnen: vom Herrn Buchdrucker Kittsteiner 5 Gulden, vom Herrn Professor Lohmann in Lausanne 45 Francs, vom Herrn NN. 5 Gulden.

Sonntags den 20. August 1865 fand die Feier des Geburtstages Sr. Königlichen Hoheit des Kurfürsten, Vormittags um 8 ½¼ Uhr, in der Aula des Gymnasiums in entsprechender Weise statt. Die einleitenden Worte und das Gebet sprach der Director.

Daurch allerhöchste Entschlieszung, mitgeteilt durch Beschlusz Kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 16. September 1865, wurde der Candidat des Gymnasiallehramts Karl Chri- stian Heldmann aus Niederasphe, Amts Wetter, als Practikant bei dem hiesigen Gymnasium behufs Erstehung seines Probejahrs allergnädigst zugelaszen. Derselbe ist geboren am 15. Mai 1842 zu Niederasphe, besuchte von Ostern 1854 bis Ostern 1861 das Gymnasium zu Marburg und widmete sich von Michaelis 1861 bis Ostern 1865 auf den Universitäten zu Marburg und Leipzig dem Studium der Philologie. Nachdem H. im Laufe des Sommersemesters 1865 die theoretische Prüfung für Bewerber um ein Gymnasiallehramt bestanden hatte, trat er mit dem Beginne des Wintersemesters, am 10. October 1865, hier sein Probejahr an und übernahm zu- gleich einen Teil der durch den Abgang des Candidaten Heuszner erledigten Punctionen.

III. Statistische Uebersicht.

A. Lehrer. Das Lehrerpersonal des Gymnasiums hat gegenwürtig folgenden Bestand: