35,122 infirmandis contrariis st. infirmandisque contrariis. et miseratione extremwum st. et miseratione a d extremum. 35,125 quasi scribenda lex esset st. quasi scribenda lex sic esset. 126 qui contrariis causis st. qui in contrariis causis. communeque at tid?) sit praeceptum st. communeque sit hoc praeceptum. 37 1 e iniuria punitio nominatur st. in iniuria p. nominatur. et eu sine litteris st. et ea duae sine I. 40 1,% et ipsa melius st. et ea ipsa melius. Ego ac magno quidem studio st. Ego vero ac m. q. studio.
Betrachten wir diese eben verzeichneten Auslaszungen etwas näher, so ergibt sich hier schon ein kleiner, nicht zu verschmähender Ertrag. So gleich hinsichtlich der ersten Stelle 1,2. Schon Schütz vermutete, dasz nicht sane, si placet, sondern sane placet zu lesen sei; dafür hat sich nun auch Kayser erklärt, wie es scheint, mit vollem Recht. Das beweist der Fort- schritt der Fragen und Antworten, wir sie sich einander bedingen:„Sohn: ich möchte gern von dir in lateinischer Sprache hören, was du mir von der Theorie der Beredsamkeit in grie- chischer Sprache mitgeteilt, wenn du Zeit und Lust dazu hast. Vater: wie sollte ich dazu nicht Lust haben, und Zeit habe ich eben auch. Sohn: bist du denn nun zufrieden, dasz ich die Fragen, die du in griechischer Sprache nach der Reihenfolge im rhetorischen System gewöhn- lich an mich richtest, dieszmal in lateinischer Sprache an dich richte?“ Darauf kann nun der Vater nicht gut antworten:„ja wol, wenn dirs recht ist““; denn dasz es ihm recht sei, hatte ja der Sohn durch die letzte Frage bestimmt genug ausgesprochen. Die Antwort konnte vielmehr nur lauten:„ja wol, recht gern(sane placet).“ Hierauf führt auch das gleich folgende enim, ganz wie Ter. Heauton. IV 8,,1 f. Ch. ego domi ero, si quid me voles. Me. sane volo; nam te scientem faciam, quidquid egero(vgl. Ter. Andr. I 2,„. Si. nempe ergo aperte vis quae restant me loqui? Da. sane quidem.) Weiter unten 20, war dagegen das si placet in des Vaters Mund wol berechtigt; und wie 1, der Vater, so antwortet 20,„ der Sohn: mihi vero placet.
Auch 1,, wird ad pellendos, noch dazu durch die Autorität des Parisinus gestützt, dem üblichen ad impellendos(was Kayser beibehalten hat) vorzuziehen sein. So findet sich das simplex in derselben Bedeutung or. 4, 1, quibus orationis modis quaeque animorum partes pellerentur; 53,1 1:ꝛ quod cum animos hominum auresque pepulisset; de off. III 10,, species enim utili- tatis animum pepulit eius.
Ebenso ist 21,12 ipsa constructione verborum(wie auch cod. Parisinus hat und von Kayser aufgenommen ist), nicht in ipsa constructione verborum das richtige. Da es beim genus de- monstrativum(yëενοο εmQ⁶ειαιιν) nur auf ästhetischen Genusz, auf Pracht und Glanz der Darstellung ankommt, so müszen hier besonders häufig die lumina verborum et sententiarum*) zur Anwendung kommen, die eben der Rede diesen Glanz verleihen. Durch die lumina oder insignia verborum wird dieser Glanz hervorgebracht sowol mittels der Wahl neuer oder un- gewöhnlicher oder metaphorischer Ausdrücke**) als auch mittels der bloszen Wort-
*) Vgl. meine Ausgabe von Cic. de oratore u. Cicero orator erklärende indices unter dem Wort lumina. **) de or. III 381 tria sunt igitur in verbo simplici, quae orator adferat ad illustrandam atque exor- nandam orationem, aut inusitatum verbum(an unserer Stelle dem verbis vetustis entsprechend) aut


