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dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden, auch kommen wird wie der zuckende Blitzstral, der durch die Wolken fährt, so tragen von diesem Endgericht alle Strafgerichte überhaupt dieses ihr eigentümliches Wesen an sich, dasz sie über die sicheren Sünder, wenn die Frist zur Umkehr abgelaufen ist, mit unabwendhbarer Schnelligkeit hereinbrechen. Auch diese Erfahrung von der Thatsache des plötzlichen Hereinbrechens der Strafe hat Sophokles festgchalten, auf dieselbe Weise und innerhalb derselben Schranken, wie er vom mächtigen Rückschlag des verletzten Gesetzes auf den verletzenden Thäter weisz und von dem Fluche, der diesen darum trifft. Und eben diese Erkenntnis von dem zwar innerlich immer geängstigten, aber dennoch in falscher Sicherheit verblendeten Missethäter, der das Schwert nicht sieht, das schon zum rächenden Todesstreiche gegen ihn gezückt ist, hat Sophokles mit groszer Warheit und dichterischer Lebendigkeit in der Elektra an den Tag gelegt; ja hierauf beruht die ganze künstlerische Anlage der Tragödie in ihrem Anfang, Fortgang und Ende wesentlich. Mit dem Beginn des Drama erhebt sich die drohende Wetterwolke und weicht nicht cher, als bis sie sich entladen und den tötenden Blit=*) auf Klytemnestras und Aegisthos Haupt gesendet; dann erst ist die Luft wieder rein, wie diesz auch der Chor in den bekannten Schluszversen ausspricht:
10 Gπεςιοι Gtοεμαιςι eς ααάον
—0ν ε&ενυνιεέμεο⁵αςιεμ⁴ςις εεπηανεις
11 vν ⁶⁴ιαό ττιεαισέν.*) Mitten inne, von den Stricken des Verderbens schon umschlungen, steht Rlytemnestra, allerdings trotz des glücklichen Gelingens ihrer Plane unruhig und wie von dunkelen Ahnungen gequält. Es ist das Blut des ermordeten Gatten, das um Rache schreit;*) es sind die Seelen der ermordeten, die als Rachegeister im Wachen und Schlafe sie umgeben,*) und die Furcht vor Erfüllung der alten Verheiszung,*) die ihr doch keine Ruhe läszt. Daneben nun die Tochter im Hause, deren ganze Seele von Abscheu und Rlage um des Vaters Mord und die
1) Denwm wie der Chor sagt 824 fl. πτ ννιόαιόυνννυιι 12demς nν ϑφ2‿ēεεωινν ος, d 1ννν 89σνρννεα 2εενμιοιυσσνεέάηο⁹. 2) Electr. 1508 ff. 3) Electr. 1418 fl. 2400ονꝙ dοat Ʒ⁴σσρ o ν⁴ές πασ τďιαενοο. Aαε⁵ον do αda drsεονσ νννπτα⁴ναι 0Ol Aα Hαανeν es. 4) Electr. 644 ff. 780 ff. Qν οε uενκνς I.νον ο⁹τ 2„ μι‿νοασς 6 εμέι σπσει⁴εμεμιυό ι⁶ιe ανſ Q τμωοστσσιτιν 0dros duν‿e νꝙ αdν ⁴ᷣς αυονινμεννν. Vgl. Xen. Cyr. VIII. 7. 18. zcl de zdν ενα αμαά⁴ᷣeνμνιν Poxds dτπ εετενοασαστe loug 10 ⁶⁴ νουςι τοοςσ lμιιιι⁶ινυοιιι ειμ⁴ε⁴αα‿⁵οωιιασ, Oν d Taααναουν τνσ νοσdοςα εμσπμοοοι. 53) Electr. 293. ff. Vgl. Hom. Od. a 40,„ 506 ff.


