Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
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Am 11. Januar fand eine Trauerandacht zum Gedächtnisse der hochseligen Kaiserin Augusta statt.

Am 27. Januar wurde der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers durch Deklamationen, Gesänge patriotischer Lieder und eine Festrede des Oberlehrers Ziülch über Max von Schenkendorf gefeiert.

Zu Ostern wird Oberlehrer Püttgen die Anstalt verlassen, um als zweiter Ober- lehrer an das hiesige Friedrichs-Gymnasium überzugehen.

Die schriftliche Maturitätsprüfung für den Ostertermin fand statt vom 24. bis 26. Febr., die mündliche unter dem Vorsitz des Direktors am 19. März.

Leider erlitt der Unterricht auch in diesem Jahre, abgesehen von ein- bis zwei- tägigen Verhinderungen von Lehrern, mehrfach Störung, hauptsächlich durch Unwohlsein von Lehrern. Vom 3. bis 11. September und ebenso vom 3. bis 8. März konnte Gymnasial- lehrer Franz wegen Teilnahme an der Prüfung für Einjährig-Freiwillige nur einen Teil seiner Unterrichtsstunden geben. Dr. Schmitt war 3 Tage beurlaubt. Auſserdem waren wegen Unwohlseins verhindert Oberlehrer Dr. Krämer 7 Tage, Oberlehrer Dr. Auth II 24 Tage, Oberlehrer Zülch 3 und 4 Tage, Gymnasiallehrer Franz 5 Tage, Gymnasiallehrer Dr. Eigenbrodt 3 Tage, Gymnasiallehrer Bleckmann 8 und 3 Tage, Hülfslehrer Watermeyer 4 Tage, Lehrer Stolzenberg 4 Tage, Pfarrer Fürer 6 und 3 Tage, Kandidat Sonne 11 Tage, Lehrer Stern 4 Tage, Kandidat Dr. Heermann vom 20. Ja- nuar bis jetzt. Gymnasiallehrer Dr. Iber konnte 12 Tage sein Amt wegen ansteckender Krankheit in seiner Familie nicht versehen.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen günstig, doch fehlten kur⸗z vor Weihnachten wegen Influenza viele Schüler, so Freitag den 20. Dezember 85 Schüler.