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2 (1889)
Entstehung
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wie wir von einem hasenreinen Hühnerhund sprechen, verlangte der griechische Jäger einen fuchsreinen Hasenhund. Den jungen Hund von der Vefolgung eines ihm plötzlich auf- stoſsenden Reinecke abzuhalten, ihn zu strafen, wenn er sich im Verfolgungseifer hatte hin- reifsen lassen, gehörte auch zu den Pflichten des Lehrmeisters s).

War der junge Hund über seine Pflichten aufgeklärt, so arbeitete er mit der Meute. Hierbei kam es für den Jäger darauf an, den Eifer der Hunde beim Aufsuchen des Hasen, mochte er noch im Lager sein oder mochten sie die Spur des aufgestoſsenen verloren haben, möglichst zu zügeln, dagegen zu steigern, wenn sie zweifellos auf der Fährte oder ihm gar sichtig auf den Fersen waren. Gut Hunde! Brav Hunde! rief er ihnen in diesem Falle zu²⁵), während er sie beim Aufsuchen des Lagers hier und da einmal, wenn es nötig war, warnend beim Namen ansprach¹⁰). Dazu war es nötig, daſs der Jäger sich selbst in der Gewalt hatte und nicht zu aufgeregt wurde. Darum warnt Xenophon die angehenden Jäger, aufzuschreien, wenn der Hase aufgehe, damit die Hunde nicht auſser sich gerietent), und wenn die Hunde auf der frischen Fährte hinrennten, nicht anhaltend mit ihnen zu laufen, damit sie nicht im Wetteifer die Spur überschössens²). War dies aber geschehen, dann rief der Jäger sie zurück¹³¹), machte sich da, wo sie die Spur verloren hatten, ein Zeichen, nahm die Meute an und suchte unter freundlichem Zuspruch und Streicheln in immer weiteren Kreisen um dieses Zeichen herum, bis die Fortsetzung der Fährte gefunden war¹³¹). Schön ist, wie Xenophon auf die Individualität der Hunde Rücksicht nimmt. Er rät nämlich dem Jäger, falls die Hunde nicht mehr könnten, ohne daſs ein schon abgehetzter Hase, der sich vor Müdigkeit und Furcht wieder gedrückt hatte, gefunden war, die Hunde bei sich zu behalten und selbst nach und nach alle Fleckchen, die Deckung bieten könnten, abzusuchen und dabei den Hunden je nach ihrer Gemütsart, so dem selbständigen wenig, dem menschenfreundlichen viel zuzusprechen).

Vor dem Appell dieser Hunde müssen wir übrigens allen Respekt haben, wenn wir lesen, daſs der Netzwächter die Mordlust der Meute, wenn sie auf der Fährte des im Netz zappelnden Hasen anstürmte, durch Zuspruch dämpfen solle, ohne einen zu berührenss).

War das fröhliche Jagen zu Ende, dann rieb man die Hunde ab und verliels das Revier. War es aber im Sommer um die Mittagszeit, so daſs zu fürchten war, die Hitze des Bodens könne den Füſsen der Hunde schaden, dann wartete man ihnen zu Liebe, bis es kühler geworden wars?). UÜberhaupt nahm man auf die Hunde stets die nötige Rücksicht. Daſs eine für Tier und Mensch so überaus anstrengende Jagd nicht jeden Tag exerciert werden konnte, liegt auf der Hand. Xenophon denkt aber nur ans Wohlergehn der Hunde und rät,

²8) 6, 3. ²⁰⁹) 6, 17; 19; 20: 1 x⁴ε*, 1d, zuves,(so ist wohl mit Dindorf statt zazde, das neben dem an- feuernden ie keinen Sinn hat, zu lesen), αmσιοε ues,aldhe ye d uysg.hussa Hunde, hussa Hunde, recht so Hunde, schön Hunde. Oder edye, edye 6 ee, En&ο⁹˙⁸ G uvsc,gut Hunde, drauf Hunde! ³³⁰) 6, 14. 3²¹) 5, 15. ³2²) 17, 22. ³³) 6, 20: oU nddνν, ods dd zuves;(wollt ihr) nicht zurück, nicht zurück, Hunde? ³¹) 6, 21: ouεlHsu, sc. ra uwαs eigentlich anreihen z. B. rouνe σmπιιπασZeisige an einer Schnur anreihen; hier: zusammenkoppeln. ³⁸) 6, 25. ³6) 6, 10: un dnröuevos dddd aααμηοενο. ³⁷) 6, 26.