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6. Geographie. Im Sommers allgemeine Geographie von Deutschland; im Winter: Geo- graphie von Kurhessen nach vorausgeschickter allgemeiner Einleitung. 2 St. Dr. Für- stenau.
7. Naturgeschichte. Mineralogie nach Lüben’s 1. Cursus; Zoologie nach dessen 2. Cursus. Im Sommer wurden nebenbei die von den Schülern eingesammelten Pflanzen betrachtet. 1 St. Pf. Meurer.
8. Arithmetik. Einübung der 4 Species mit benannten Zahlen; Anfänge der Bruch- rechnung. 3 St. Pf. Meurer.
9. Zeichnen. 2 St. Z. L. Storck.
10. Kalligraphie. 2 St. Derselbe.
II. Singen. Elementarunterricht. 2 St. M. L. Volkmar.
Anmerk. Ausserdem gab der Musiklehrer Volkmar den Schülern des Gymnasiums im Sommer wöchentlich fünf, im Winter vier Singstunden, in welchen die Sopranisten, Altisten, Teno- risten und Bassisten bald gesondert, bald vereint unterrichtet wurden.
B.(Gymnastische Uhungen.
Die Leitung derselben besorgten in wöchentlich 2 Stunden Dr. Kohlrausch und der Zeichenlehrer Storck. Die Zahl der daran theilnehmenden Schüler betrug 53.
Anm. Die Badeanstalt des Gymnasiums wurde bei dem günstigen Wetter, welches der vorige Sommer brachte, sehr fleissig benutzt. Um die Badenden und insbesondere diejenigen, welche sich im Schwimmen über die Weser übten, vor möglichen Unglücksfällen zu sichern, wurde
ein Rettungsschiff angeschafft und dem Badeaufseher zur Disposition gestellt.
C. Disciplin.
Das sittliche Betragen der Gymnasiasten in und ausser der Schule zeugte von dem unter ihnen vorherrschenden guten Geiste. Schärfere disciplinarische Massregeln waren nur bei Wenigen nöthig; Ausweisungen haben gar nicht stattgefunden.
II. Chronik des Gymnasiuns.
Der Unterricht des Sommercursus begann am 5. April, nachdem Tags vorher die zur Aufnahme angemeldeten Schüler in Gegenwart sämmtlicher Lehrer geprüft worden waren.— Durch höchstes Rescript vom 31. März v. J. wurde Dr. Fuldner, ordentlicher Hauptlehrer und Stellvertreter des Directors für Verhinderungsfälle, an das Gymnasium zu


