Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
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ganzen Dichtung, aus beiden Abteilungen in gleicher Stärke hervorbricht. Es zeigt sich in den wahrhaft klassischen Naturschilderungen, in der Art, wie das Leben in der Natur das geistige Leben begleitet, spiegelt sich aber auch in den Stimmungen der handelnden Personen wieder und trifft damit auf das glücklichste die besondere Eigentümlichkeit der deutschen Nation, welche sich dieses als ein Erbe unserer Urahnen und gleichsam als einen Talisman durch alle Zeiten erhalten hat und das auch in unserer Jugend zu erhalten und

zu pflegen heilige Pflicht ist*).

Der dieser Abhandlung zugemessene Raum gebietet mir abzubrechen. Dieselbe enthält schon eine Menge von Andeutungen und Ausführungen für unserem Roman zu ent- nehmende Themata zu deutschen Aufsätzen, durch die dann ein tiefergehendes Verständnis und eingehendere Würdigung bei den Schülern erzielt werden kann. In einem zweiten Teil gedenke ich eine Anzahl solcher Themata, zunächst aus Ingo, zusammenzustellen, zu disponieren und für die wichtigeren wenigstens die Ausführung zu skizzieren, wodurch dann manche hervorragende Seiten der Dichtung erst in das rechte Licht gesetzt werden

sollen.

Dr. F. Heufsner.

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*) Mit dem vorstehenden Urteile Fricks hatte ich meine Programmabhandlung geschlossen, und dieselbe war schon im Druck begriffen, da lief die erschütternde Kunde ein von dem plötzlichen Tode dieses trefflichen, hochverdienten Mannes. Am 19. Januar ist er in noch nicht vollendetem 60. Lebensjahre dahingeschieden im gläubigen Vertrauen auf seinen Herrn und Heiland, den er im Leben so entschieden und freudig bekannte, bis in die letzten Tage seines Lebens eifrig mit pädagogisch- didaktischen Arbeiten und Fragen beschäftigt zum Nutzen der Jugend, an welcher(so heifst es am Schluſs der oben erwähnten Besprechung des Freytagschen Romans) zu arbeiten unser Beruf und unsere Freude ist. Wie viel unser deutsches Gymnasium und unsere Lehrerwelt ihm zu danken haben, was wir in ihm verloren haben, das brauche ich denen, für die diese Abhandlung geschrieben ist, nicht zu sagen. Nun ist er uns hinweggenommen, aber sein Andenken besteht, so hoffe ich, bei unseren Schulen dauernd in Ehren, und was er auf pädagogischem Gebiete geleistet, das bleibt uns unverloren und wird, so Gott will, noch reiche Frächte tragen.