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um ſeinem Oheim, dem Cardinal von Wincheſter, entgegenzugehen und den kurz zuvor von ihm angeordneten Ausmarſch aller in der Normandie verfügbaren Mannſchaften zu beſchleunigen.*) Paris war bis zur Rückkehr des Herzogs, welche erſt am 25. Juli erfolgte, nicht im Stande, dem Angriff eines gewaltigen Heeres Trotz zu bietens. Eine raſche That, ein Marſch ohne un⸗ nuthiden Aufenthalt, und die Reichshauptſtadt iſt gewonnen! Wird der König diesmal dem Glaubensruf des begeiſterten Heldenmädchens Gehör ſchenken? Wird er die koſtbaren Tage, die er, Dank dem Unglauben und der eigennützigen Politik ſeiner Räthe, in Gien, vor Auxerre und Trohes nutzlos verſchwendet hatte, durch unverweiltes Vorgehen gegen Paris wieder einzu⸗ bringen ſuchen? Hat Karl in dem Wunder ſeiner Krönung die Hand Gottes erkannt? Iſt der Unglaube und die Selbſtſucht ſeiner Räthe endlich an der Macht der Thatſachen zerbrochen? Ei üm Glaubensprobe liegt vor dem König, die Verſuchung wird nicht auf ſich war⸗ en laßen.. Philipp von Burgund übernahm diesmal die Rolle des Verſuchers. Der Egoismus der königlichen Räthe trat als natürlicher Verbündeter auf die Seite des Herzogs, und ſo war es ein Leichtes, den Unglauben und die Trägheit des Königs zum Argen zu verlocken. Schon am Krönungstage ſchickte Herzog Philipp aus Laon, wohin er von Paris geeilt war, eine Ge⸗ ſandtſchaft nach Reims und ließ Karl VII ſeine Geneigtheit zu einem Friedensvertrage aus⸗ prechen. Daß er nicht verfehlt hat, dem Könige Hoffnung zu machen auf eine friedliche Be⸗ ehen von Paris, ſtellt der Fortgang der Unterhandlungen außer Zweifel. Das aber war geradezu alles, was die Thatenſchen des Königs und die Selbſtſucht der Räthe wünſchen konnte. Ein pflichttreuer, von Eigennutz nicht geblendeter Sinn hätte ſich durch haltloſe Vorſpiegelungen der Art keinen Augenblick berücken laßen, auch nur ein Haar breit von der Bahn abzuweichen, die Johannas Mund ſo laut vorſchrieb und der Finger Gottes ſo deutlich bezeichnete. Was heißt das Gegentheil anders, als das Heil der Krone wie des Vaterlandes auf ungewißes Spiel ſetzen? Der Glaube würde es ein Gottverſuchen nennen. Man wußte in Reims ſo gut, wie in Paris, daß die Herzöge von Burgund und Bethford ſich zu engerem Bunde die Hand gereicht, daß ſie in einer theatraliſchen Scene den alten Haß der Pariſer gegen ihren eingebor⸗ nen König zu neuer Flamme angeſchürt, daß ſie das Geloͤbnis der Treue von den Einwoh⸗ nern nochmals entgegengenommen und ihrerſeits verſprochen hatten, die Stadt gegen den gemein⸗ ſamen Feind mit vereinten Waffen zu beſchützen. Um ſo mehr gebot jede Vernunft, den Schlag auf Paris ſo raſch als möglich zu führen, damit die verbündeten Herzöge nicht Zeit behielten, ihre Heere zu ſammeln. Und weſſen konnte man ſich von einem Fürſten verſehen, der am 15. Juli feierliche Klage wegen Friedensbruches und Ermordung ſeines Vaters gegen Karl VII
*) Ueber die Stimmung des Herzogs von Bethford urtheilt Wallon I, 147: Dans une lettre datée du 16 juillet(Rymer, t. X, p. 432), la veille du sacre, le régent, annonçant au conseil d'Angleterre que Reims, après Troyes et Chalons, devait le lendemain ouvrir ses portes au dauphin (le dauphin y entra ce jour meme), ajoutait:„On dit qu'incontinent après son sacre il a intention de venir devant Paris et a espérance d'y avoir entrée; mais à la gràce de N. S., aura résistance.““ Mais si les villes, de Gien à Reims, avaient montré si peu d'ardeur à le combattre, devaient elles, après le sacre, résister mieux, de Reims à Paris? Le ton mèême du message de Bedford prouve qu'il n'en était pas si assuré. Le sacre, il le sentait bien, devait produire partout une impression considérable en France. C'est pour cela que dans cette lettre il manifeste tant de regrets que le jeune Henri VI w'ait pas prévenu son rival, tant d'impatience qu'il vienne en France se faire sacre à son tour„en toute possible célérité“: car, ajoute-t-il,„s'il eũt plu a Dieu que plus iôt y ft venn, ainsi que jà par deux fois lui avoit été supplié par ambassadeurs et messagers, les inconvénients ne fussent pas tels qu'ils sont.“ A défaut de Notre-Dame de Reims, il ſallait donc lui garder au moins Notre-Dame de Paris. Or, dans cet ébranlement général, Paris même n'était pas sr; et pour le garder le régent en était réduit à compter sur deux hommes qui n'Ctaient laà ni l'un ni l'autre, le duc de Bourgogne qui venait de partir, et le cardinal de Winchester qui w'arrivait pas.
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