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des Sommerſemeſters am 21. April begonnen, nachdem Tags zuvor die zur Aufnahme in das Gymnaſium Angemeldeten waren geprüft worden, und fortgeſetzt bis zum 23. September. We⸗ nige Tage vor Beginn der Schulen, am 10. April, ſtarb der ordentliche Lehrer am Gymnaſium, Dr. Georg Lobe, nach dreimonatlichen Leiden an der Bruſtwaſſerſucht. Geboren zu Weimar am 18. Februar 1793 hatte er ſeine Studien auf dem Gymnaſium daſelbſt, ſowie auf der Uni⸗ verſität Jena gemacht und war am 22. November 1822 am frühern Lyceum in Caſſel durch allerhöchſtes Reſcript als Lehrer angeſtellt, im Auguſt 1840 aber als ordentlicher Lehrer an das hieſige Gymnaſium verſetzt worden, wo er bis zu ſeinem Tode Unterricht in den neueren Sprachen ertheilte. Die Lehrer und Schüler des Gymnaſiums erwieſen ihm den letzten Dienſt, indem ſie ihn zu ſeiner Ruheſtätte begleiteten.— Schon am 17. April wurde durch hohes Miniſterial⸗ Reſcript Nr. 3569 der Gymnaſialpractikant Kellner mit Aushülfeleiſtung dahier gegen eine jährliche Vergütung von 280 Thlr. beauftragt und konnte ſchon am 27. April in ſein neues Amt eingeführt werden.
Die Pfingſtferien dauerten vom 30. Mai bis zum 3. Juni, die Sommerferien vom 29. Juni bis zum 19. Juli.
Kurz vor Anfang der letzteren wurde durch hohen Miniſterialbeſchluß vom 12. Juni, Nr. 4910 M. Pr., der beauftragte Lehrer Krauſe in gleicher Eigenſchaft von hier an das Gym⸗ naſium in Marburg verſetzt. Er ſchied unter den beſten Wünſchen ſeiner Mitlehrer und Schüler, denn er hatte ſein Lehramt ſeit Oſtern 1854 mit Treue und Fleiß und ſichtbarem Erfolge ver⸗ waltet.
Am 20. Auguſt wurde das Geburtsfeſt Sr. Königl. Hoheit des allerdurchlauchtigſten Kur⸗ fürſten von Lehrern und Schülern und einem zahlreichen Publikum feierlich begangen. Die Feſt⸗ rede hielt B. L. Berkenbuſch.
Zur Maturitätsprüfung hatten ſich 5 Primaner angemeldet, welche den zweijährigen Curſus eben beendigten, nämlich Georg Wilhelm Cramer aus Rodeuberg, Carl Ludwig Nobbe von hier, Albin Fuchs aus Schmalkalden, Auguſt Plitt aus Marburg, Jacob Gundlach aus Mar⸗ burg, und außer dieſen Wilhelm Brill aus Bergen, welcher, nach Beſuch des Gymnaſiums in Marburg und verſuchter Reifeprüfung, ſich durch nachgewieſene Privatſtunden vorbereitet hatte.
Die ſchriftliche Maturitätsprüfung fand am 17. bis 21. Auguſt, die mündliche Prüfung am 3. und 4. September ſtatt.
Nachdem am 21. und 22. September die gewöhnlichen Herbſtprüfungen in ſämmtlichen Klaſſen vollzogen waren, erfolgte am 23. September in feierlicher Verſammlung die Entlaſſung der zur Univerſität Uebergehenden, ſowie die Bekanntmachung der Verſetzung und neuen Ord⸗ nung der Schüler.
Der Wintercurſus begann am 13. October nach vorhergegangener Präſung der zur aus⸗ nahmsweiſen Aufnahme in das Gymnaſium Angemeldeten.
Gegen Ende des erſten Winterquartals wurde der beauftragte Lehrer Kellner, welcher


