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Hiebei erlahmte sein Eifer für das Studium und die Forschung in unserer heimischen Geschichtswissenschaft nicht. Eine grosse Zahl von Abhandlungen legt dafür Zeugnis ab. Im Jahre 1887 erschienen von ihm»Beiträge zur äussern Geschichte der Erbgrafen der sieben Stühle«, eine Arbeit, die er schon auf der Universität begonnen hatte, 1889»Verlauf mit Siebenbürgen fürnehmlich seit Zapolias Zeit bis hieher 1614. Auf Grund ausführlicher Studien im k. u. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, für die er vom Landeskundeverein ein Stipendium erhalten hatte, veröffentlichte er 1901»Urkundliche Beiträge zur Geschichte Sieben- bürgens von der Schlacht bei Mohäcs bis zum Frieden von Grosswardein«. 1905 erschien seine »Volksstatistik der Siebenbürger Sachsen« als Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktor- würde an der Universität Halle, in den von D. Fr. Teutsch herausgegebenen»Bildern aus der vaterländischen Geschichte« sind 13 Kapitel von Schuller verfasst, nebenbei war er fleissiger Mitarbeiter des»S.-D. Tageblattes«— von 1895—99 dessen Leiter— und des Korrespondenz- blattes des Vereins für siebenbürgische Landeskunde. Seine Beschäftigung mit der Geographie hat vielen unserer Schulen in der zusammenlegbaren Karte von Ungarn ein gutes Lehrmittel geliefert. Sehr wertvoll und in keiner grössern vaterländischen Bibliothek fehlend, ist der von ihm verfasste 1902 erschienene vierte Band des„⸗Schriftstellerlexikons der siebenbürgischen Deutschen« dessen Zusammenstellung von grossem Fleisse zeigt und gewiss an Vollständigkeit wenig zu wünschen lässt.
Seit dem Jahre 1895 als ordentlicher Professor am Gymnasium angestellt, ist er als ein von allen Schülern geliebter und von allen seinen Kollegen geschätzter Lehrer tätig gewesen. Es ist ihm sehr schwer geworden, sich von seiner Schule zu trennen, schon am Anfang des Schuljahres trug er die tötliche Krankheit in sich. Er hat mit Aufbietung aller Kraft seinen Dienst bis in seine letzten Tage versehen, am 23. Oktober haben wir ihn zu Grabe getragen.
An Schullers Stelle wurde Realschulprofessor Dr. Hans Connert berufen.
Die hiedurch erledigte Stelle an der Realschule wurde nicht wieder für das durch Dr. Connert vertretene Fach Geschichte und Geographie, sondern für Deutsch und Magyarisch ausgeschrieben. Da der Konkurs erfolglos blieb, wurde mit der provisorischen Versehung der Stelle der diplomierte Professor Richard Csaki betraut.
Ausser den ordentlichen Professoren waren im abgelaufenen Schuljahre zwei Kandidaten an den beiden Anstalten beschäftigt, Hermann Plattner mit Latein in II. und Richard Gleim mit Mathematik in der IV. Real- und VII. Gymnasialklasse.
2. Die Maturitätsprüfung am Schlusse des vorigen Schuljahres wurde in den Tagen vom 30. Juni bis 5. Juli unter dem Vorsitz des Herrn Superintendentialvikars D. Franz Herfurth und in Anwesenheit des Regierungsvertreters Herrn Matthias Schuber, Oberrealschul- professors in Budapest, abgehalten.
Am Gymnasium haben von den 18 Schülern der VIII. Gymnasialklasse alle die Prüfung bestanden, und zwar 1 mit vorzüglichem, 11 mit gutem Erfolg, 6 einfach. Von den 3 auswärtigen Schülern, die sich zur Prüfung gemeldet hatten, bestand 1 die Prüfung gleich, während 2 erst durch Nachprüfung sich das Maturitätszeugnis erwarben.
An der Realschule hatten von 21 Schülern der VIII. Klasse sich 17 gemeldet und waren zugelassen worden. Vor der mündlichen Prüfung trat 1 Schüler zurück, von den übrigen


