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Aus der ab*h führte ein breiter Gang mit Flügeltüren in den mit einer hohen Decke überdachten Saal, das eigentliche geτναρν Das Dach ruhte auf vier langen Strebepfeilern und an einem derselben war ein Speerhälter angebracht. Diesen Speerbehälter(30αονιιιmσ) finden wir erwähnt im 1. 126— 129.
Als sie jetzt in den Saal des hohen Palastes gekommen Trug er die Lanze in das schön getäfelte Speerbehältnis An die hohe Säule sie lehnend——
Das Zimmer war natürlich ziemlich dunkel, da entsprechende Fenster nicht vorhanden waren, es musste mit Kienspänen und Herdfeuer beleuchtet werden. Der Herd war zugleich Opferaltar, hier an den Herd setzte sich Penelope, als sie Odysseus prüfen wollte und ihr gegenüber an eine Säule gelehnt stand Odysseus.
Aus dem Saal führte wiederum eine doppelte Flügeltür in das hintere zweistöckige a*aος, in die Frauenwohnung. Zweistöckig war die Wohnung: zu ebener Erde war die Hausfrau gewöhnlich mit der Schar ihrer Mägde beschäftigt, doch zog sich Penelope oft allein. oder mit ihren vertrautesten Dienerinnen in den Oberstock zurück, um dem lärmenden Treiben der Freier ferne zu sein. Manchmal kam sie herunter, z. B. als Phemios sang, da lautet es im ersten und auch in vielen andern Kapiteln:
Und im obern Stock vernahm die himmlischen Töne Auch Ikarios Tochter, die kluge Penelopeia
Eilend stieg sie hinab die hohen Stufen der Wohnung Nicht allein; sie wurde von zwei Jungfrauen begleitet.
Dort im Oberstock webte sie auch das berühmte Gewebe, das sie in der Nacht immer wieder auftrennte. Das Schlafgemach des Hausherren und der Hausfrau war im Erdgeschoss gelegen.
Zu den hintersten Räumen des Hauses gehörten die Vorratskammern, die ziemlich gross waren. Hier befanden sich mancherlei Vorräte und Kostbarkeiten, unter anderm auch der berühmte Bogen des Odysseus. Telemach hatte sein Schlafgemach in einem einzeln stehenden kleinen Gebäude, also zwischen Hofmauer und Hauptgebäude. Im Männersaal wurde getafelt. Des Morgens hatten die Dienerinnen Stühle und Tische zu reinigen und für die Mahlzeiten alles vorzubereiten.
So können wir uns das Haus des Odysseus lebendig vor Augen führen, ein mächtiger hervorragender Bau ist es jedenfalls gewesen, der in würdiger Weise den Wohlstand und Reichtum seines Besitzers zeigte.
Eine gleich gute Schilderung eines Baues finden wir auch in der Odyssee im 4. Gesang. Es ist der Königspalast des Menelaos. Als Telemach in Begleitung seines Freundes Peisistratos
nach Sparta kommt, verwundert er sich über die Grösse und prachtvolle Ausstattung der königlichen Burg:
Gleich dem Strahl der Sonn' und gleich dem Schimmer des Mondes Blinkte die hohe Burg Menelaos des Ehrengekrönten.
Nach dem Mahle zeigt Telemach dem Sohne des Nestor immer wieder die Pracht und den Prunk in diesem Hause, er spricht sogar leise die Worte:
Also glänzt wohl von innen der Hof der olympischen Götter...


