Druckschrift 
2 (1896) 1724-1812
Entstehung
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Sexta. Ordinarius: Oberlehrer Relnhard.

Religionslehre. 3 St. w. a) evangelische: Biblische Geschichten des A. T. Vor

den Hauptfesten die betr. Geschichten des N. T. Erklärung und Einprägung des I. Hauptstückes aus Luthers Katechismus, einiger Sprüche und Lieder.(Schmitz). b) katholische: S. Untertertia.

Deutsche Sprache und Geschichtserzählungen. 4 St. w. Lesen von Prosastücken und Gedichten aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek. Nacherzählen von Gelesenem und Vor- erzähltem und Auswendiglernen von Gedichten. Der einfache Satz. Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich ein Diktat. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte. (Reinhard.)

Lateinische Sprache. 8 St. w. Regelmässige Formenlehre nach Waldeck. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus Ostermann-Müllers Übungsbuch für Sexta. Wöchentlich eine Klassen- arbeit, später dazu eine häusliche Arbeit und Reinschriften derselben.(Reinhard.)

Erdkunde. 2 St. w. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Allgemeine Ubersicht über die Erdoberflääche. Heimatskunde.(Wenning.)

Rechnen. 4 St. w. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Maasse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen, Einleitung in die Bruchrechnung nach Schellen, Aufgaben I.(Schaub.)

Naturgeschichte. 2 St. w. Im S. Beschreibung einiger häufig vorkommenden Blüten- pflanzen. Im W. Beschreibung ausgewählter Säugetiere und Vögel.(Reinhard.)

Schreiben. 2 St. w. Taktschreiben. Die deutschen und lateinischen Buchstaben in Wörtern und Sätzen.(Ruth.)

Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht waren 10 Schüler der Untertertia, sämtlich Konfirmanden, vorübergehend befreit.

Technischer Unterricht.

Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 199, im Winter 186 Schüler. Von diesen waren befreit auf Grund ärztlichen Zeugnisses im S. 8, im W. 12 Schüler, also von der Ge- samtzahl der Schüler im S. 4%, im W. 6,4%. Sechs Schüler der Untersekunda und Obertertia konnten im Winter wegen des mit den Turnstunden ihrer Klasse an 2 Vormittagen zusammen- fallenden Konfirmandenunterrichts an den beiden Turnstunden ihrer Klasse nicht teilnehmen; ein auswärtiger Konfirmand musste im Winter vom Turnen ganz befreit werden.

Es bestanden bei 8 getrennt zu unterrichtenden Klassen 4 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 41, zur grössten 52 Schüler.

Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 12 Stunden angesetzt. Ihn erteil- ten für die unterste Abteilung der Oberlehrer Prof. Schaub, für die drei übrigen Abteilungen der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Kilb.

Der Unterricht wurde in der von der Anstalt zu diesem Zwecke gemieteten Störger'schen Turnhalle erteilt, die etwa 5 Minuten vom Gymnasium entfernt ist. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung und der Bestand der Geräte erlaubte, auf dem zur Turnhalle gehörigen Turnplatze geturnt.