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1 (1895) 1665-1724
Entstehung
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veranstalteten arehäologischen Anschauungskursus vom 17. bis 22. Mai, Professor Schmitz zur Teilnahme an den Sitzungen der Gesamtsynode des Regierungsbezirks Cassel vom 13. bis zum 17. November und vom 26. November bis zum 1. Dezember, Oberlehrer Dr. Müller vom 8. bis zum 15. Januar zur Teilnahme an dem in Frankfurt a. M. abgehaltenen Ferienkursus für französische Sprache. Mit Vertretung der beiden letztgenannten Lehrer für die Dauer ihres Urlaubs war der wissenschaftliche Hülfslehrer Homburg gegen entsprechende Vergütung beauftragt.

Das neue Sehuljahr wurde Dienstag den 3. April in gewohnter Weise eröffnet. Neu auf- genommen wurden 30 Schüler.

Schülerausflüge wurden gemacht am 7. Juni von der Prima nach dem Auerbacher Schloss. dem Melibokus, dem Felsenmeer und Jugenheim, von der Untersekunda nach Lindenfels und der Neunkirchner Höhe im Odenwald, von der Obertertia nach dem Rossert im Taunus und nach Eppstein und von der Untertertia nach dem Feldberg im Taunus. Die Sexta machte am 4. Juni einen kleineren Ausflug in den benachbarten Bruchköbler Wald, ebenso die Quinta am 6. August, die Quarta am 7. August nach der Rückersbacher Schlucht und dem Hahnenkamm, die Obersekunda an demselben Tage nach dem Feldberg.

Am 15. Juni, 18. Oktober, 9. März und 22. März fanden in herkömmlieher Weise Feierlich- keiten zum Gedächtnis der hochseligen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. statt.

Die Pfingstferien dauerten vom 13. bis 16. Mai, die Sommerferien vom I. bis 30. Juli, die Herbstferien vom 23. September bis 7. Oktober, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember bis zum 7. Januar.

Während der Sommerferien wurden grössere bauliche Anderungen im Gymnasium vorge- nommen. Durch eine unwesentliche Verkleinerung der Aula ward unter Zuhülfenahme des davor gelegenen Ganges ein geräumiger, gut beleuchteter Zeichensaal gewonnen, die Aula selbst wurde bei dieser Gelegenheit in geschmackvoller Weise erneuert. Ein zweiter Treppenaufgang nach der Aula wurde hergestellt. In einem Klassenzimmer(No. 29 des Bauplans, in dem nordöstlichen Anbau gelegen) und in dem darunter gelegenen Lehrerzimmer(No. 23) wurde eine bessere An- ordnung der Fensteröffnungen getroffen, so dass diese früher mangelhaft erhellten Räume jetzt gutes Licht haben. In sämtlichen Lehrzimmern wurden Dauerbrandöfen nach dem System Riessner in Nürnberg angebracht, die sich durch einfache Handhabung der Regulierung auszeichnen und bis dahin sehr gut bewährt haben. Endlich wurden an Stelle einzelner Aborte, die früher im Schul- gebäude gewesen waren, solche in einem Nebenbau auf dem Schulhofe angelegt. Wenn ja noch mancherlei Wünsche unerfüllt bleiben, denen nur durch einen Neubau der Anstalt völlig genügt werden könnte, so sind doch, wie alle Angehörigen der Anstalt mit Dank anerkennen müssen, durch die getroffenen Xnderungen sehr wesentliche Ubelstände beseitigt und dringende Bedürfnisse erfüllt worden.

In einer an den Direktor gerichteten Zuschrift vom 31. August verabschiedete sich der seit- herige unmittelbare Vorgesetzte der Anstalt, Herr Geheimer Regierungsrat Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer von dem Lehrerkollegium der Anstalt und teilte zugleich mit, dass nach der neuen Geschäftsverteilung, die zufolge der Anstellung eines dritten Provinzial-Schulrats innerhalb des Provinzial-Schulkollegiums unserer Provinz getroffen sei, das Gymnasium zu Hanau dem neuernannten