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16. Desgl. vom 27. November 1894, S. 6950. Die Genehmigung zur Miete der Störger'schen Turnhalle für zwei weitere Wochenstunden zu Gunsten des von den Schülern gebildeten Turnvereins wird vorläufig bis Ende März 1895 erteilt.
17. Desgl. vom 4. Januar 1895, S. 7645. Genehmigung der Einführung der lateinischen UÜbungsbücher von Ostermann in der Neubearbeitung von H. J. Müller für die Klassen Sexta bis Tertia, des vierten Teiles zugleich für die Klasse Sekunda.
18. Desgl. vom 22. Januar 1895, S. 331. Genehmigung der Einführung der Neubearbeitung von Koppes Anfangsgründe der Physik, Ausgabe B und zwar des ersten Teiles(vorbereitender Lehrgang) für die Klassen Obertertia und Untersekunda, des zweiten Teils(Hauptlehrgang) für die oberen Klassen.
19. Desgl. vom 16. Januar 1895, S. 206. Mitteilung eines Ministerialerlasses, durch den die Lehrer auf die Wichtigkeit der Pflege einer guten Handschrift bei den Schülern hingewiesen werden.
20. Desgl. vom 6. Februar 1895, S. 711. Auf die in der Reichsdruckerei hergestellte, durch die Kunsthandlung von Amsler und Ruthardt in Berlin vertriebenen Bilder der brandenburgisch-preussischen Herrscher aus dem Hause Hohen- zollern wird aufmerksam gemacht.
21. Desgl. vom 14. Februar 1895, S. 343. Mitteilung der Vorschriften über die Art der Flaggenführung an Staatsgebäuden.
22. Desgl. vom 11. Februar 1895, S. 902. Die Ferienordnung, wie sie in der Verfügung vom 31. März 1892 vorläufig festgesetzt war, soll dauernd gültig sein.
23. Desgl. vom 23. Februar 1895, S. 992. Auf die in dem Kaiserlichen Gesundheitsamt ausgearbeitete gemein- fassliche Anleitung zur Gesundheitspflege, erschienen unter dem Titel„Gesundheits-Büchlein“ mitgeteilten Anweisungen wird aufmerksam gemacht..
24. Desgl. vom 21. März 1895, S. 1831, betr. Ausfall des Unterrichts am 1. April, dem 80. Geburtstage des Fürsten Bismarck.
III. Chronik der Anstalt.
Folgende Veränderungen im Bestande des Lehrerkollegiums sind im Laufe des Schuljahrs eingetreten:
An Stelle des pensionierten Oberlehrers Ricker war der seitherige Oberlehrer am Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden Dr. Ludwig Müller hierher versetzt worden. An Stelle des nach Marburg versetzten Oberlehrers Ewoldt war der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Johann Kilb der Anstalt zugewiesen worden(durch Verfügung vom 5. März 1894, S. 15). Ihm wurde neben wissenschaft- lichem Unterricht zugleich der grösste Teil des Turnunterrichts übertragen, die Uberstunden gegen besondere Vergütung.(Mit Erteilung von drei Turnstunden wurde der Oberlehrer Professor Schaub beauftragt.) Die neu der Anstalt zugewiesenen Lehrer traten ihren Dienst mit dem Beginn des Schuljahrs an.
Ludwig Müller, geboren am 6. Juli 1860 zu Cassel, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte von Herbst 1879— 1883 an den Universitäten Genf, Leipzig und Marburg neuere Sprachen und Geschichte. Nach einem mehrmonatlichen Aufenthalte zu Paris promovierte er im Januar 1884 zu Marburg und bestand daselbst am 18. Januar 1885 das Examen pro facultate docendi. Nachdem er hierauf seiner Militärpflicht genügt hatte, leistete er von Ostern 1886 bis 1887 an dem Wilhelms-Gymnasium zu Cassel das Probejahr ab. An dieser Anstalt war er dann noch bis Herbst
1887 beschäftigt und wurde von da ab bis Ostern 1889 mit der kommissarischen Versehung einer Lehrerstelle am Realprogymnasium zu Biebrich a. Rh. beauftragt. Hierauf wurde er als Hilfslehrer an das Königl. Gymnasium zu


