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2. Abth. (1845)
Entstehung
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körpern und nach Vorlegeblättern in Kreide, mit der Feder und dem Pinſel übergegangen wurde; die vollſtändige Licht⸗ und Schattenlehre trat hier ein. Endlich wurde in zwei, für die Geübtern aus Secunda und Prima beſtimmten Stunden größere Zeichnungen in allen Manieren ausgeführt.

Den Schreibunterricht ertheilte der Schreiblehrer, Schulrector Haucke, in Sexta und Quinta, in jeder Klaſſe durch 3 Stunden wöchentlich, nach der ihm eigenthümlichen Methode.

Den Gef angunterricht endlich beſorgte auch in dieſem Schuljahre, in Vertretung des Kapellmeiſters Hahn, der Muſiklehrer Bröer in der bisherigen, wohlbewährten Weiſe, ſo daß in Sexta, während zwei Stunden woöchentlich, die Elemente gelehrt, in Quinta, bei einer Stunde wöchentlich, beendet und ſobald es anging, Uebungen im Bilden des Tones und im Treffen, auch im Geſange zwei⸗ und mehrſtimmiger Lieder angeſtellt, in Quarta, bei einer Stunde wöchentlich, beſonders die vierſtimmigen Kirchenlieder eingeübt, aber auch andre Lieder geſungen wurden. Eine Stunde vereinte die Geübteſten aller Klaſſen zu einem Singchor, das größere und ſchwierigere Ge⸗ ſänge einübte, und in einer Stunde wurden eine Anzahl Discantiſten und Altiſten weiter fortge⸗ bildet, um bald zur Verſtärkung jenes allgemeinen Singchors zutreten zu können..

Eine Anzahl Gymnaſiaſten der untern drei Klaſſen nahm auch dieſes Jahr wieder an den Uebungen des Königl. Inſtituts für Kirchenmuſik unter Leitung des Muſikdirectors Herrn Moſewius Theil. Die Uebungen der Convictoren in der Inſtrumental⸗Muſik, Behufs der Ausführung der Muſik an den Kirchenfeſten, dauerten unter Leitung des Kapellmeiſters Hahn auch dieſes Jahr fort.

Zu den Uebungen des Gymnaſi ums iſt in dieſem jetzt abgelaufenen Schuljahre auch noch der Turn⸗Unterricht getreten. Bereits in den Wintermonaten hatten gegen 40 Schüler der obern Klaſſen unter dem Turnlehrer Rödelius, gegen ein Honorar von einem Rthl. für die Perſon, ſich in deſſen Turnſaale vorgebildet, um einſt, bei Eröffnung des allgemeinen Turnplatzes, als Anmänner(Vorturner) zu dienen. Seit dem 17. Juni iſt nun dieſe Eröffnung erfolgt,(vergl. unten die Chronik) und es haben ſeitdem, Dinstag und Freitag von 68, an 480 Schüler, ge⸗ theilt in 34 Abtheilungen oder Riegen, am Turnen Theil genommen, unter dem Hauptlehrer Rödelius und ſeinen beiden Hilfslehrern Dr. Roſenhain und Hennig, welche von dem Hochlöbl. Magiſtrat für den Turnverein von drei Gymnaſien, der höhern Bürgerſchule, der Bür⸗ gerſchule zum heil. Geiſt und der Wilhelmsſchule angeſtellt woren ſind. Den Riegen ſtehen die im Winter gebildeten Anmänner vor.

UMeberſicht der gelieferten Schularbeiten nebſt einigen Bemerkungen zu vorſtehendem Lehrplane.

Abgeſehen von den täglichen Praͤparationen der Schüter auf die Lectionen und deren Wiederholung, von den Rechnen⸗ und mathematiſchen Aufgaben, den von Stunde zu Stunde zu fertigenden ſchriftlichen Erercitien in den verſchiedenen Sprachen, den zu liefernden Probeſchriften, ſind einerſeits im Deutſchen, Lateiniſchen und Franzöſiſchen freie Aufſätze geliefert, andrerſeits Extempo⸗ ralien geſchrieben und letztere monatlich einmal in jeder Klaſſe und Sprache zum Certiren gebraucht worden. Was die Aufſätze anlangt, ſo ſind ſie in folgender Anzahl gefertigt, vom Lehrer corrigirt und dem Director zur Anſicht überreicht worden. Deutſche Aufſätze, berechnet nach dem Stand⸗