Druckschrift 
2. Abth. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

28

3. Griechiſch in 6 Stunden wöchentlich, wovon eine in der Grammatik, 2 in der Proſaiker⸗ Lectüre der Gymnaſiallehrer Dr. Pohl, 3 Stunden für die Leſung des Dichters Profeſſor Dr. Schmölders übernommen hatte. In der grammatiſchen Stunde wurden die meiſten, für Se⸗ cunda bezeichneten Abſchnitte aus Franke's Ueberſetzungsbuche, unter Erklärung der bezüglichen Ab⸗ ſchnitte aus Buttmanns Grammatik, ins Griechiſche überſetzt, auch Extemporalien geſchrieben. Geleſen wurde im Proſaiker Xen. Agesilaus mit beſonderer Berückſichtigung der Grammatik; im Dichter Hom. Odyss. I. II.

4. Franzöſiſch in 2 Stunden, unter dem Sprachlehrer Scholz; in der Grammatik, nach Hirzel, die unregelmäßigen Zeitwörter bis zur Syntax der Artikel, ſchriftliche Uebungen; geleſen wurden mehrere Stücke aus Ahns Leſebuche und mehrere Geſpräche aus deſſelben Handbuche aus⸗ wendig gelernt.

5. Hebräiſch in 2 Stunden wöchentlich, bei dem Profeſſor Dr. Schmölders, die Ele⸗ mente der Grammatik, das Verbum sanum und gutturale; die Flexion des Nomens und die Suffixa, nach Geſenius; von Oſtern an das 1. und 2. Kapitel der Geneſis.

b) Wiſſenſchaften.

1. Religion in 2 Stunden wöchentlich, aus der Religionsgeſchichte nach Barthel die Zeit⸗ räume von Chriſtus bis auf Conſtantin d. Gr., und von der Kirchentrennung 1517 bis auf unſere Zeit. Memorirt wurde aus dem N. T. Johannes K. 13 17, der Brief Jacobi und einige Ka⸗ pitel aus der Apoſtelgeſchichte.

2. Mathematik in 4 Stunden wöchentlich, bei dem Mathematicus Dr. Sondhauß, in zwei Stunden, nach einer ausführlichen Wiederholung des Früheren, aus der Geometrie die Lehre von der Aehnlichkeit der Figuren und vom Kreiſe bis zur Betrachtung der regelmäßigen Polygone im Kreiſe; in zwei Stunden die Lehre von den Potenzen und Wurzelgrößen und die Auflöſung von Gleichungen des erſten Grades mit ein und zwei unbekannten Größen.

3. Geſchichte in 3 Stunden wöchentlich, bei dem Gymnaſiallehrer Idzikowski, die Ge⸗ ſchichte der alten aſiatiſchen und afrikaniſchen Staaten, ferner Griechenlands, Macedoniens und der daraus entſtandenen Monarchien, nach Pütz. Die Geographie dieſer Länder wurde dabei ſpeciel durchgenommen.

4. Phyſik in einer Stunde wöchentlich, bei dem Matſernaffcns Dr. Sondhauß, die Lehre von den allgemeinen Eigenſchaften der Körper und Betrachtung der, in der Phyſik vorkommenden chemiſch⸗wichtigen Körper.

5. Naturg eſchichte in 1 Stunde wöchentlich, bei dem Gymnaſiallehrer Dittrich; Been⸗ digung der in der Tertia begonnenen Beſchreibung der wichtigſten Mineralien; im Sommer Ana⸗ tomie der Pflanzen und Ueberſicht der Akotyledonen.

c) Techniſche Fertigkeiten und Künſte. (Siehe die Geſammtüberſicht am Ende dieſes Abſchnittes).