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den wöchentlich Tac. Hist. II. 1—68 ſtatariſch, in einer Sall. Iug. c. 30—85 curſoriſch geleſen; privatim laſen die Schüler Cic. Cat. I. II. und memorirten ſie. Im Dichter wurden, nach einer Einleitung über die idylliſche Poeſie bei den Alten, geleſen Virg. Eclogg. 1. 3. 4. 5. 7. 9.; nach Oſtern Hor. Epp. II. 1. 2.
3. Griechiſch in wöchentlich 6 Stunden, wovon 1 der Grammatik, 2 der Leſung des Pro⸗ ſaikers, 3 des Dichters beſtimmt waren; erſteres beides bei dem Oberlehrer Rotter, letztere bei dem Oberlehrer Dr. Zaſtra. In der grammatiſchen Stunde wurde Buttmanns Sprachlehre von §. 139 an theils wiederholt theils neu erklärt, und durch Ueberſetzen von Dictaten aus dem Latein geübt. Im Proſaiker wurde geleſen Plat. Timoleo u. Aemilius Paullus; im Dichter nach einer Einleitung in die dramatiſche Poeſie der Griechen Soph. Antig., außerdem Hom. II. XI. XII. v. 1— 245.
4. Franzöſiſch in 2 Stunden bei dem außerordentlichen Lehrer Profeſſor Dr. Schmöl⸗ ders; es wurde aus Ideler und Nolte's Handbuche 3. Th., Stücke von Lacretelle, Villemain, Guizot, Pouqueville und Michaud geleſen und erklärt; abgelieferte Aufſätze mündlich cenſirt nach vorgängiger häuslicher Correctur, endlich Extemporalien geſchrieben.
5. Hebräiſch, gemeinſchaftlich mit Unter⸗Prima in 2 Stunden wöchentlich, bei dem Reli⸗ gionslehrer Stenzel; es wurden die unregelmäßigen Verba und ein Theil der Syntax nach Ge⸗ ſenius Sprachlehre erklärt und aus deſſe Leſebuche I. Moſes c. 6. 8. Pſalm 8, 19, 29, 72 geleſen.
3 Wiſſenſchaften.
1. Religion in 2 Stunden wöchentlich, in dieſer wie in allen übrigen Klaſſen bei dem Re⸗ ligionslehrer Stenzel, allgemeine Einleitung in die Religionslehre, Quellen des chriſtlichen Glau⸗ bens, Einfluß des Chriſtenthums nach Gottfr. Angelus Fiſchers Lehrbuche und eigenen Heften.
2. Mathematik in 4 Stunden wöchentlich bei dem Mathematicus Dr. Sondhauß, nach Brettners Lehrbüchern; in 2 Stunden, nach Vollendung der Stereometrie, die Trigonometrie; in 2 Stunden die Lehre von den Kettenbrüchen, das Wichtigſte aus der Combinationslehre, Anwen⸗ dung auf die Entwickelung des binomiſchen Lehrſatzes, zuletzt die Entwickelung der Binomial⸗ und logarithmiſchen Reihen nach der Methode der unbeſtimmten Coeffizienten; in beiden Gebieten wurden Aufgaben gelöſet.
3. Geſchichte in 3 Stunden wöchentlich bei dem Director, nach eigenen Heften die neuere Geſchichte vom Mittelalter bis zur franzöſiſchen Revolution.
4. Phyſik in 2 Stunden wöchentlich bei dem Mathematicus Dr. Sondhaußz; die Lehre vom Gleichgewicht und der Bewegung feſter, tropfbarflüſſiger und luftförmiger Körper; die Akuſtik und Optik, mit Exrperimenten alles erläutert.
5. Philoſophiſche Propädeutik in einer Stunde wöchentlich bei dem Director, die Logik nach Trendelenburg, Elementa logices Aristotelicae.
4 c) Techniſche Fertigkeiten und Künſte. (Siehe die Geſammtüberſicht am Schluſſe dieſes Abſchnittes.)


