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2. Abth. (1845)
Entstehung
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Canonicus zum heil. Kreuz Anton Steiner, gebuͤrtig aus Liegnitz, abgab, welcher ſie als der letzte, bis 1811 fuͤhrte und ſodann Domſtifts⸗Capitular wurde. Minder genau ſind wir im Stande, uͤber die Verwaltung des Amts eines Schulpraͤfecten zu berichten, da die Univerſitaͤts⸗Matrikel es oft nicht der Muͤhe werth ſcheint gehalten zu haben, den Inhaber dieſes Gymnaſialamts anzugeben. Bei dem Schweigen derſelben hieruͤber iſt es nur wahrſcheinlich, daß der obengenannte Profeſſor Joſeph Haberkorn von Ha⸗ bersfeld es auch die folgenden Jahre bis Michaelis 1784 verwaltet habe. Im Jahre 178 war der Profeſſor Ambroſius Kollenetz Praͤfect und von Michaeli 1785 bis 1789 der mehr genannte Profeſſor Grollmus.

. Der Tod des Canzler Geisler brachte eine Befoͤrderung zu Wege, indem, wie bereits erzaͤhlt, Strobl Canzler, der bisherige Schulpraͤfect Grollmus an ſeiner Statt Decan der theologiſchen Facultaͤt wurde und in die Stelle eines Schulpraͤfecten der Pro⸗ feſſor der hebraͤiſchen Sprache Johann Koͤhler erhoben ward, welcher derſelbe fortan unausgeſetzt vorgeſtanden zu haben ſcheint, obſchon die Matrikel in den Jahren 1790 bis 93 wieder daruͤber nichts ausdruͤcklich beſagt. Dagegen wird er die folgenden Jahre ſtets als ſolcher genannt, 179%/ auch als Praefectus Gymnasii et Canditatorum bezeichnet, woraus hervorgeht, daß ihm auch die ſpecielle Leitung des obengeſchilderten Candidaten⸗Inſtituts uͤbertragen war. Unter dem 1. Juli 1801 erhielt er den Titel: Rector Gymnasii von der vorgeſetzten Schul⸗Behoͤrde. Es iſt dies der ehrenwerthe Mann, welcher der Anſtalt bis zum Jahre 1830 vorgeſtanden, und erſt den 25. Juni 1836 als Domſtifts⸗Capitular in dem ehrenvollen Alter von faſt 86 Jahren ge⸗ ſtorben iſt. 1.

Endlich wollen wir ſaͤmmtliche Lehrer der Anſtalt auffuͤhren, die waͤhrend der jetzt behandelten Periode am Gymnaſium gewirkt haben. Es haben deren 25 in dem, ein Vierteljahrhundert umfaſſenden Zeitraume an der Anſtalt gearbeitet, was damit zu⸗ ſammenhaͤngt, daß in den erſten 10 Jahren der Wechſel ein eben ſo haͤufiger war, als wir es unter der Zeit der Jeſuiten geſehen haben. In den letzten 15 Jahren findet ſich eine ungleich groͤßere Staͤtigkeit, bei welcher auch das beobachtete Geſetz um ſo ſtaͤrker hervortritt, die Lehrer der untern 3 Klaſſen unter ſich in der Art wechſeln zu laſſen, daß immer jeder ſeine Schuͤler durch alle drei Grammatikal⸗Klaſſen hindurchfuͤhrte und dann wieder von unten begann, waͤhrend die beiden Lehrer der zwei aͤſthetiſchen oder obern Klaſſen eben ſo unter ſich alternirten. Uebrigens traten nach kuͤrzerem oder laͤngerem Aufenthalt die Lehrer der Grammatikal⸗Klaſſen eben ſo in die aͤſthetiſchen uber, wie dieſe Oberlehrer nach heutigem Begriff unter die Univerſitaͤts⸗Lehrer mit der Zeit einruͤckten. Rechnet man hierzu Verſetzungen an andere Gymnaſien als Lehrer oder auch als Rectoren, und oͤftere Uebergaͤnge in die practiſche Seelſorge, ſo iſt der ſtarke Wechſel erklaͤrlich 1)..

¹) Die hier und da eingeſtreuten biographiſchen Nachrichten, ſo lüͤckenhaft ſie ſind, dürſten manchem äl⸗ tern Manne, der dieſer Lehrer Unterricht einſt genoſſen, eine angenehme Erinnerung ſein. Mögen hierin deren Mittheilung ihre Rechtfertigung finden.

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