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unmittelbar damit zusammenhängenden Sätzen und Aufgaben und die Lehre vom Parallelo- gramm: 3 St.— EB. Arithmetik: im W. die Lehre von den Decimalbrüchen, und die vier Species des Rechnens mit Buchstaben: 3 St.; im S. Grundbegriffe der Arithmetik nebst den darauf beruhenden Regeln der gemeinen Arithmetik, besonders des Rechnens mit gemeinen Brü- chen: 1 St. Prof. Fleischer.
Um Wiederholungen zu vermeiden, blieben im vorstehenden Verzeichnisse die vier Stunden unerwähnt, welche wöchentlich jedem Classenlehrer theils zur Correctur und Censur der von den Schülern gelieferten schriftlichen Arbeiten, theils zu andern praktischen Uebun- gen mit denselben in der Griechischen und Lateinischen Sprache zugewiesen sind. S. Jah- resbericht v. J. 1836 S. V. ff. Zwei davon wurden auch in diesem Jahre in allen vier Classen meistens zu Griechischen Extemporalien und zu Recitationen memorirter Stücke aus Griechischen und Lateinischen Autoren, in Prima auch zum Disputiren und Interpreti- ren verwendet. Auf Antrag des Unterzeichneten ward zu Michaelis vorigen Jahres, wo sich der Numerus der Schüler der vierten Classe zu sehr vermehrt hatte, mit hoher Genehmigung vom 16. November v. J., dem Prof. M. Mitzschel die Correctur und Censur der schriftli- chen Arbeiten in der Griechischen und Lateinischen Sprache von einem Theile dieser Classe übertragen.. Das Privatstudium der Schüler ward fortwährend so geleitet und beaufsichtigt, dass der Classenlehrer dasselbe oft entweder als HIebdomadarius auf der Inspectionsstube oder in besonders dazu gewählten Lectionen genau durchsah und die Schüler darüber examinirte. Nächstdem ward auch der Unterricht in den technischen Lehrgegenständen, als im Gesange (vöchentlich 6 Stunden) und in der Kalligraphie(3 St.) nach der seitherigen Tages- ordnung unausgesetzt gegeben. Die bereits oben erwähnte, durch Unwohlsein des Lehrers herbeigeführte Unterbrechung des Unterrichts in der Gymnastik wurde dadurch beseitigt, dass von der Schul-Inspection, unter hoher Genehmigung vom 3. August d. J., Ir. Herrmann Sachse aus Dresden, ein in der Werner'schen Schule für sein Fach tüchtig gebildeter Mann, be- rufen wurde, um einstweilen diesen für die Gesundheit der Zöglinge so wichtigen und nö- thigen Unterricht zu besorgen, zumal da bei der höchst ungünstigen Witterung in den Som- mermonaten unsern Schülern der Gebrauch des so wohlthätigen Flussbades in der Mulde öf- terer als je verkümmert wurde. Ohne Unterbrechung fand nach der festgesetzten Ordnung der Unterricht der unteren Schüler durch die Oberen statt, womit auf hiesiger Landesschule an fünf Tagen der Woche sich Abends die wissenschaftliche Thätigkeit der Schüler schliesst. Diese den Sächsischen Fürstenschulen eigenthümliche Einrichtung zog ohnlängst die Aufmerk- samkeit eines sehr unterrichteten Ausländers, der bereits verschiedene Lehranstalten in Schwe- den, Dänemark und Deutschland auf seiner Reise kennen gelernt hatte, im hohen Grade auf sich. Es war der Rector des Gymnasiums zu Drammen in Norwegen, M. Heinrich Christian Porch, welcher am 12. Mai d. J. die hiesige Anstalt, die ihm namentlich em- pfohlen worden war, besuchte. Wir konnten diesen freundlichen Mann, den wir bald herz- lich lieb gewannen, mit dem innern und äussern Zustand der Anstalt recht genau bekannt machen und tief in unser Leben und Treiben einführen, da derselbe fast drei Tage, im ei- gentlichen Sinne des Wortes, von Früh bis Abends in der Schule zubrachte. Dem Unterzeich- neten war es eine belohnende Freude, späterhin zu erfahren, dass derselbe in Dresden, wo-


