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2 (1887) Sizilianische Studien
Entstehung
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Der Cand. phil. Peter Marschall aus Danzig ist auf dem städtischen Gymnasium daselbst und auf den Universitäten zu Breslau und Königsberg gebildet, bestand die Prüfung für das höhere Schulamt am 28. Februar 1885, hielt sein Probejahr an dem Real-Gymnasium zu St. Johann in Danzig, von Ostern 1885 bis dahin 1886 ab und gehörte dem pädagogischen Seminar daselbst von Michaelis 1885 bis dahin 1886 an. Während des halben Jahres, während dessen er unserem Gymnasium angehörte, unterrichtete er in UIIIa9 St. Latein, in IV 2 St. Deutsch und in V 9 St. Latein.

Dr. Dressler, welcher zu Ostern 1886 sein Probejahr an unserem Gymnasium beendigt hatte, blieb auch nach diesem Zeitpunkte als freiwilliger Lehrer und unterriehtete wie ffrüher unentgeltlich in U. IIIb IV und V 10 St. Geschichte. Seine Hülfe kam uns besonders zu statten, als Dr. Borgius zum zweiten Male erkrankte und das königl. Provinzial-Schulcollegium ihn nun zum Vertreter bestellte. Er unterrichtete seit- dem ausser in 10 St. Geschichte noch in 9 St. Latein VI und 5 St. Französisch IV.

Der Candidat Terletzki beendete zu Michaelis sein Probejahr, plieb aber ebenfalls als freiwilliger Lehrer bei uns und unterrichtete in 6 St. Naturgeschichte fort wie vorher.

Trotz der Hülfe dieser ausserordentlichen Lehrer haben die ordentlichen doch noch sehr viele Ver- tretungen übernehmen müssen, besonders in der Zeit vom 25. August bis zum 28. September, ehe die Lehrkraft des Dr. Bäcker durch eine andere ersetzt, und vom 6. bis zum I7. November, ehe ein Vertreter für den abermals erkrankten Collegen Borgius gewonnen war.

Nachdem Professor Volckmann in den Ruhestand zurückgetreten war, ascendirte Oberlehrer Kausch laut Verfügung des königl. Provinzial-Schulcollegiums vom 2. November aus der 4. in die 3. Oberlehrerstelle, jene wurde laut Verfügung vom 29. December dem Oberlehrer Zeterling vom Real-Gymnasium zu Erfurt von Ostern an übertragen. Nach Inhalt derselben Verfügung wird der ordentliche Lehrer Paul Schmidt uns zu Ostern verlassen, um in das Lehrercollegium des Gymnasiums zu Erfurt zu treten.

Herr Dr. Kopfstein, welcher bisher den Religionsunterricht der Israeliten besorgt hatte, verliess das Gymnasium am 1. Februar 1887, um einem Rufe nach Wiesbaden folge zu leisten.

Am 26. und 27 Mai unterzog der Geheime Ober-Regierungsrath Dr. Wehrenpfennig das Gymnasium einer Revision.

Am 20. August besuchte Oberlehrer Eckler aus Berlin den Turnplatz, um von der Einrichtung des- selben und dem Betriebe des Turnens Kenntniss zu nehmen.

Am 11. November beehrte Se. Excellenz der Ministerialdirector Greiff und die Herrn Geheimen Ministerialräthe Persius und Jordan uns mit ihrem Besuche. Sie besichtigten namentlich die Aula, um daran Erörterungen über die Ausschmückung derselben durch Wandgemälde zu knüpfen.

Zu der dritten Säcularfeier des Gymnasiums zu Tilsit, am 31. Mai, übersandten demselben der Director und die Lehrer unseres Gymnasinms in Verbindung mit dem Director und den Lehrern des hiesigeu Real- gymnasiums ihre guten Wünsche in Form einer Votivtafel.

Am Sedaufeste, 2. September, hielt College Dr. Schmidt II die Festrede; Cantor Carstenn leitete wie gewöhnlich die Gesänge.

Am 5. December führte eben derselbe mit dem Sängerchor, unterstützt durch unseren Mitarbeiter Terletzki, die Glocke von Schiller, Musik von Romberg, auf.

Am 21. März 1887 betheiligten sich zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers die Lehrer und die Schüler der oberen Klassen an einem allgemeinen Fackelzuge; der Unterzeichnete sprach zu den versammelten Theilnehmern des Zuges, um welche sich eine unabsehbare Menschenmenge versammelt hatte, von dem Altan des Rathhauses herab und brachte das mit Begeisterung aufgenommene Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus.

Am 22. März wurde der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs in der gewöhnlichen Weise gefeiert. Die Festrede hielt College Augustin, die Gesänge leitete Cantor Carstenn.

Die Abiturientenprüfungen fanden statt am 16. August 1886 und am 12. März 1887. Den Vorsitz als königl. Commissarius führte bei den ersteren Herr Provinzial-Schulrath Dr. Kruse, bei der zweiten der Unterzeichnete.