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4. Griechisch. 6 St. w.— Krüger, kleinere griechische Sprachlehre. Krüger, Homerische und Hero- dotische Formlehre.— Toeppen.
Lectüre: Hom. Iliad. lib. V, VI, XX-XXIV. Sophocl. Antigone. Platon. Phaedon. Thucyd. de bello Pelop. lib. VI. Hom. Formenlehre, grammatische Wiederholungen.
5. Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Alle 3 Wochen ein Extemporale und eine grössere grammatische Wiederholung nach Plötz, in diesem Jahre im Anschluss an Lect. 75, 74, 71, 72, 70, 69. Gelesen im Sommer: Mignet, Vie de Franklin, Göbelsche Sammlung, p. 31— 50; im Winter: Britannicus, von Racine, Schützsche Sammlung, Actes I-—III. Als erste Sprechübung: Wiedererzühlung des Gelesenen in ver- änderter Form. 1
6. Hebräisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Seffer, Elementarbuch der Hebräischen Sprache.—
Bandow. Repetition der Formenlehre. Lectüre: 1. B. Samuelis. 7. Englisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Kade, Anleitung zur Erlernung der Englischen Sprache.— Heinrichs.
Durchgenommen§ 338— 380 nebst Uebersetzung der deutschen Aufgaben. Anderes Syntaktisches gelegentlich. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen im Sommer in W. Irwing Sketchbook: The Stage Coach, Christmas Eve, erste Hälfte; im Winter Marino Faliero von Byron, Wis- . mannsche Schülerbibliothek, Acts I, II; Act III Scene 1. 8. Geographie und Geschichte. 3 St. w.— Herbst, historisches Hilfsbnch für die oberen Klassen der Gymnasien etc., Abth. 1— 3. Kirchhoff, Schulgeographie.— Toeppen. Geschichte der neueren Zeit. Wiederholung der alten und mittleren Geschichte. Geographie von
1 Mitteleuropa. 9. Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik. August, Vollständige logarithmische und trigonometrische Tafeln.— Mehler.
Reihen und binomischer Satz, Kettenbrüche, ausgewählte Capitel der neueren Geometrie, Wieder- holung der Stereometrie, Lösung von Aufgaben.
AAufgaben für die mathematischen Arbeiten der Abiturienten: 1. zu Michaelis 1886:
a) Ein Dreieck zu konstruieren, von dem der Inhalt= qꝰ?, die Grundlinie= c und das Verhältnis der Höhe zur Mittellinie= m:n gegeben sind.
b) Uur eine Kugel vom Radius r ist ein abgestumpfter Kegel beschrieben, dessen Volumen n mal so gross als das der Kugel ist. Wie gross sind die Radien der Grundkreise?
c) Zur Berechnung eines Dreiecks sind gegeben eine Seite c, die Summe der beiden anderen s und die Summe der zu diesen gehörigen Höhen t(c= 204; s= 340; t= 312,95).
d) X vy 5 3
Xy(X— 2²)= 480.
2. Zu Ostern 1887:
a) Zur Konstruktion eines Dreiecks sind gegeben der Radius des umgeschriebenen Kreises r, der Winkel an der Spitze j und das Verhältnis der auf der Grundlinie durch die Höhe gebildeten Abschnitte m:n.
b) Einer Kugel vom Radius r ist ein Cylinder eingeschrieben, dessen Höhe 2 ⅞ mal so gross als der Grundkreisradius ist. Wie gross ist 1) das Volumen des Cylinders, 2) das Volumen des den Mantel umgebenden ringförmigen Raumes, 3) das Verhältnis der Gesamtoberfläche des Cylinders zur Oberfläche der Kugel?
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