ie ta den wunain Teun Abeken
wurde am Laben December des Jahres 1793 in Osnabrück geboren. Sein Vater, ein bild K dte die Muſs den, die seine Berufs-Geschäfte ihm übrig lielsen, mit groſser Vorliebe auf die Lesung ernster Bücher und solcher, die 1n das Gebiet der schönen Künste einschlagen. Die Mutter, dem ernsten una üthe ihres Gatten de, war eine einfache wi Frau, häuslichen Sinnes und voll der zärtlichsten Liebe zu ihren Kindern.
Mit vier Geschwistern, zu denen später noch ein jüngerer Bruder hinzukam, wuchs Ludwig auf. Vier andre waren vor seiner Geburt schon gestorben. In jenem entwickelte sich sehr früh ein ungemein zartes Gefühl für das Schöne, eine Liebe zu aller Art des Wisssens, was von den Aeltern nicht unbemerkt plieb. Dazu kam ein wirklich be d. dächtniſs. Alles Lernen war ihm ein Spiel und er wollte immer mehr Hernen. Wie das häusliche Treiben des Va- ters, den er aber leider schon im achten Lebensjahre verlor, seine vielseitige Wils- begierde früh angeregt hatte; so gab auch das Beispiel der frommen Mutter, die mit vielen körperlichen Leiden oft zu kämpfen hatte, seinem Geiste eine religiöse Richtung, die ihn sein ganzes Leben nicht verliefs. Er liebte die Bibel unbe- schreiblich und lernte schon als Kind ganze Kapitel, die ihn besonders anzogen, auswendig. Daraus zog er den grolsen Gewinn, daſs das wahrhaft Erhabene in seiner einfachsten Gestalt ihm vertraut ward, und daſs die Sprache, worin es sich kund gab, ihm zum Herzen redete.
Die Bürgerschule seiner Vaterstadt, in welche ihn seine Eltern anfänglich ge- pracht hatten, vertauschte er im J. 1801 mit dern dasigen Gymmaeum und wurde bald seinen Lehrern auten⸗ g: Seine Fort- schritte waren rasch und gedieg. Nebenher beschäftigte er sich eifrig mit Musik und brachte es auf dem Curiere bald zu einer gewissen Fertigkeit.
So ausgezeichnete Anlagen des Geistes wie des Herzens hätten Mutter und Ge- schwister, die mit der innigsten Zärtlichkeit einander liebten, überaus beglücken können, wenn sich nicht schon früh, und je länger je mehr eine bedeutende Schwäche des Körpers offenbart hätte, die ihm in der Folge eine Quelle der heftig-
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