Druckschrift 
[Beginn] (1878)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

44

Moloß iſt hier jedoch in maleriſcher Beziehung inſefern von Wichtikeit, als er bewirkt, daß durch dieſe Ver vindungen, außer wo die Päone in der 2. Hälfte auftreten, meiſt ruhige Zuſtünde und Thätzgkiten geſchidert werden. Folgende Beiſpiele werden dies darthum:

1) 1. 662. pracclusadue ianna leti Acternum nostros luctus extendit in neyum. 1, 720. quodaue lumen kabobas Mstinctum est, centumdue oculos nox oceupat una. X, 462. Cunctuntem longnera manu deducit, et alto VIII, 199. cerum ollibat, lusuque suo mirahile patris Impediebat opus. cf. X, 283. IV, 79,

4) XIII, 58. Velaturque aliturque aribus, volueresque Detendo

5) 1, 30 Et pressa est gruvitate sui, cirsumftuns humor cf. I. 8. VIII, 602. As nostros comitate gradus et in arina montis II, 294. At caeli miserore tni. cireumshias utrumque

h. Steht der 4. Gpitrit zu Anfange eines Berſes, ſo füllt er mit einem Jambus die erſte Hälſte deſſelben bis zur Penthemimeres aus. Von der maleriſchen Bedeutung des erſten Wortfußes an ſich iſt oben . 37 gehandelt und dort bemerkt worden, daß er wegen ſeiner iberviegenden Lngen meiſtruhige und dauernde Verhältiſſe bezeicnet. Im Berein mit den Veröindungen der 2. Vershälfte bezeichnet er entweder 1) eben ſolche Zulände und Thtigleitn, ader er ſchiiert 2) mit jenen wegen ſeines plötlich abfaleenden Schluſſes und des darauf folgenden Jambus lebhafte und gewaltſame Vorgänge.

Beiſiiele zu No. 1.

d. 223. Pauiatimque tremens ot nondum hoplite ürmo Comstitit(. XI. 787. coi. h) Xl,. 356, Latarumudue iacens campos spectahut aquarum ata din, nulla aut eontraria clussi Planninn erunt. c) Xl. 459. Amplesusque dedit, trtstiaue miserrimm tandem Ore erule, dirit. d) XII, 318. Lnguentidue manu earchesia mirta tenchat. e) VI, 304R. lumina maestis Stant inmotn gemis: nilil est in imugine vivum. II, 63. qun vix mane recantes nitantur equi. mecdio est altissima euelo. 1) VIII, 799. QMacsitamdus Famem lapidoso vidit in agrv. 2) Xl, 595. nehulas caligine mirtas Bhalantur huuno duhiaecue erepuseula lucis. u) VIII, 702. Cnelatusdus fores, aloyertaque marmore tellus. Erhabene Verwandlung⸗

Beiſßiele zu Nr. ².

a) X. 540. Raptoresque lupes armatosdne unguibus ursus b) VI, 598. Giermunamalue mpit, raptaecue insignin Bacchi c) X. 477. Iutereepta neci est: lutosqque Jugnta per agros d) NllI. lnmergitque manus, foedatuque sanguine sonti e) I. 264. Kuuttitqaue Notum. madidis Notus evolat alis. II, 194. Vastarumcdue videt trebidus simmulern ferarum. III, 727. Arulsumdue caput digitis conplexn eruentis. 1) Xll, 118. Qua plangente graxem maribundo vertios terrum 1) III, 537. Obsceniqlue greges ot inania tymnana vincant?

Durch Amvendung der Eäfur nach dem deitten Trochius werden die oben aufgeführten Schemata in beiden Vershälften ettas verindert; da es hierbei aber in maleriſcher Beziehung weniger auf die Wortfüße, als dielmehr auf die Bedeutung der Cifur ankoumt, ſo verveiſen wir auf den Abſchnitt, in welchem von derſelben gehandelt worden iſt.(S. 20 2.)

§. 4. Gleichheit der Wortfüße in den entſprechenden Hälften unmittelbar auf einander folgender Verſe und in den letzteren ſelbſt.

Mit der Gleichheit der Versflße(ap. I.§. 3) verbindet Ouid oft auch Gleichheit der Wortfüße ſowohl in den eutſprechenden Hälſten auf einander folgender Verſe wie in den ganzen Verſen, um parallele oder contraſtirnde Gedanken auf malerſſhe Weiſe uczudrücken In den Hilften derſelben Verſe iſt dies nicht mäüglich, weil es die verſchiedene Betonungäweiſe der beienn Verchälften nicht zuläßt.