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1 (1863)
Entstehung
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war er den 6. April 1856 in das hiesige Gymnasium und zwar in Sexta aufgenommen worden und hatte sich die Liebe seiner Lehrer und Mitschüler erworben. Die Beerdigung, an welcher die hier anwesenden Lehrer und Schüler Theil nahmen, fand am 9. October Vormittags statt; Herr Pfarrer M'olff hielt die Grabrede über die Worte des Propheten Jeremias:Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen.

Noch während der Ferien wurde Dr. Mauritius, dessen Vorbereitungsdienst am Gymnasium mit dem Schluss des Sommerhalbjahrs beendigt war, durch Beschluss Kurf. Ministeriums des Inneren vom 8. October mit Ertheilung von Unterricht am Gymnasium beauftragt.

Die Lectionen des Winterhalbjahrs wurden am 13. October in gewöhnlicher Weise begonnen, mussten aber schon am 15. October in Folge einer dahier ausgebrochnen Feuersbrunst, zu deren Löschung die Gymnasiasten wacker halfen, für einen Tag aus- gesetzt werden.

Die am Gymnasium sonst übliche Feier des 18. Octobers musste leider auch in diesem Jahr wegen mangelnder Erlaubnis unterbleiben.

Kurz vor den Weihnachten, am 7. December, starb der Tertianer Louis Karl! Addolf Wolrad von Rau zu Holeæhausen am Scharlachfieber. Geboren am 9. Juli 1849 zu Holzhausen, war er am 14. April 1858 in das Gymnasium und zwar in Sexta ein- getreten und gehörte seit Ostern 1862 der Untertertia an. Der Verstorbene hatte sich durch seine Gutmüthigkeit in hohem Grade die Zuneigung seiner Mitschüler erworben, die auch durch ein im Namen der Untertertia verfasstes Gedicht ihren Ausdruck fand. Die Leiche, von Primanern und Secundanern getragen, wurde am 10. December Nach- mittags 3 Uhr von Lehrern und Schülern des Gymnasiums zu Grabe geleitet und unter den Strophen des Liedes:Jesu, meine Zuversicht eingesenkt. Herr Pfarrer Kleinschmidt hielt die Leichenrede.

Die Weihnachtsferien dauerten vom 22. December bis zum 4. Januar. Während derselben, gerade am Christsonnabend, langte ein landesherrliches Rescript an, durch welches dem Director eine jährliche Gehaltszulage von 200 Thalern allergnädigst bewilligt wurde.

Am 2. Januar wurde das 50jährige Dienstjubiläum des städtischen Lehrers Conrector Kutsch gefeiert, der seit dem 6. Mai 1833 mit dem Schreib-Unterricht in den 3 unteren Classen des Gymnasiums beauftragt ist. Unter den Deputationen, welche dem Jubilar ihre Theilnahme und Freude aussprachen, befand sich auch eine aus Lehrern und Schülern des Gymnasiums bestehende.

Durch landesherrliches Rescript vom 14. Januar wurde Dr. Buchenau, bisher Hülfs- lehrer am Gymnasium, zum ordentlichen Lehrer an demselben ernannt und erhielt dem- gemäss eine Gehaltszulage von 100 Thalern. Eine solche wurde auch dem Hülfslehrer Dr. Schimmelpfeng durch ein landesherrliches Rescript von gleichem Tage zu Theil.