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Mitarbeiter, der von dieser Feier nicht das Mindeste geahnet hatte, die Gefühle der Theil-. nahme und des Dankes aus, worauf die übrigen Lehrer und die Vertreter der einzelnen Classen ihre Glückwünsche darbrachten. Der Primus der Prima überreichte im Namen der Classe ein Gedicht. 2
Dem Herrn Geheimen Hofrath Professor Dr. Gerling dahier, welcher während der ersten Jahre seiner öffentlichen Wirksamkeit dem Stand der Gymnasial-Lehrer angehört und in seiner akademischen Thätigkeit so manchen Lehrer der Mathematik und. Physik für die Gymnasien herangebildet hat, sprach zur Feier seines 50 jährigen Doctor-Jubiläums am 21. Mai das Lehrer-Collegium seine Glückwünsche durch ein deutsches Gedicht aus. welches Pfarrer Dithmar verfasst hatte.
Mit dem 17. Juni begannen am Gymnasium die praktischen Prüfungen für die Candidaten des Gymnasial-Lehramts. Zur Vornahme dieser Prüfungen waren die aus- wärtigen Directoren Dr. Wilhelm Münscher aus Hersfeld und Dr. Matthias aus Kassel, ausserdem der Gymnasiallehrer Dr. Gies aus Fulda eingetroffen. Die Prüfungen, welchen sich die Candidaten: Joseph Körber, Julius Bode, Karl Zuschlag und Daniel Birhen- stanumm unterzogen, dauerten bis zum 30. Juni.
Sonnabend den 5. Juli begannen die Sommerferien, welche drei Wochen dauerten. Am 28. Juli wurden die Lectionen wieder begonnen; zugleich übernahm an diesem Tag Symnasiallehrer Fürstenau zufolge Beschlusses Kurfürstlichen Ministeriums des Inneren vom 25. Juni die Leitung des Gesang-Unterrichts am Gymnasium, der nach dem Tod des früheren Gesanglehrers mehr denn sechs Monate lang hatte ausgesetzt werden müssen.
Die Feier des heiligen Abendmahls von Seiten der Lehrer und Schüler des Gymnasiums tand am 3. August statt.
Das sogenannte Frühlingsfest, welches sonst im Juni gefeiert wurde, konnte wegen h aRibehe Witterung und wegen anderer Hindernisse nicht cher als Ponnerstass den
August gefeiert werden.
Die sonst am Ende des Sommers übliche Prüfung im Schwimmen fand diesmal nicht statt, weil der Unterricht im Schwimmen wegen der oft regnerischen Witterung nur un gaelmässlg besucht worden war.
Die Turnprüfungen wurden Montags und Dienstags am 15. und 16. September ge- nalten und lieferten den erfreulichen Beweis, dass die Lust am Turnen bedeutend zuge- nommen hatte, und dass auch die Frfolge dieses Sommers weit bedeutender waren als die früherer Halbjahre.
Die nichtöffentlichen Herbstprüfungen wurden am 21. und 22. September gehalten, worauf die Herbstferien eintraten, welche bis zum 12. October dauerten
Während der Ferien starb am 6. October nach langen Leiden, welche durch Muskel- Rheumatismus veranlasst worden waren, der Secundaner Friedr ih Karl Schantz, ein Sohn des Ober- Gerichtsprocurators Sehani dahier. Geboren zu Marburg den 22. Juni 1846,


