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1 (1863)
Entstehung
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stitione können ja als Bedingungssatz aufgefasst werden und drücken alsdann mit den übrigen Worten aus, dass man solche Seherinnen nur in besonderen Fällen, nur wenn sich die Verehrung in besonders abergläubischer Weise steigerte, als Göttinnen betrachtete. Demnach wäre in hist. 4, 61. nur eine Steigerung dessen enthalten, was wir in unserer Stelle finden. Wenn dagegen Orelli unsere Stelle so erklärt, als seien zutanquam facerent deas die Worte:sed ut quae re vera essent zu ergänzen, so scheint er mir die Annahme einer Anspielung auf Römische Verhältnisse weiter auszudehnen, als Grund dazu vorhanden ist. Denn in dem Ausdruck:non adulatione ist, meiner Ansicht nach, die Anspielung auf Römische Verhältnisse hinreichend angedeutet, und weder in dem Zu- sammenhang der Worte, noch in dem Sprachgebrauch des Tacitus(vgl. das lex. Tacit. von Bötticher unter: facere) findet sich ein Grund, dass man das Zeitwort: facere hier in der Bedeutung von:erklären, aber nicht dafür halten auffassen könnte.

Es war meine Absicht, die Beiträge zur Erklärung der Germania bis zum 14. Kapitel, mit welchem Tacitus die Beschreibung des öffentlichen Lebens beschliesst, auszudehnen und nur die Behandlung dessen, was Tacitus über das häusliche Leben sagt, für eine spätere Gelegenheit aufzusparen. Allein die Ausführung dieser Absicht ist für jetzt unmöglich geworden, und ich muss hier abbrechen. So schliesse ich denn mit der Hoffnung, dass es mir vergönnt sein möge, zu einer günstigeren Zeit die Erklärung der Germania wenigstens bis zum Ende des allgemeinen Theils derselben fortzuführen.

+ eo=deee