4 Offiziere, 152 Unteroffiziere und Gemeine tot,
12„ 389„„„ ver- wundet,
2„ 29 2„»„ ge- fangen und vermisst,
—„ 106„„»desertiert
18 Offiziere, 676 Unteroffiziere und Gemeine 694 Mann.
Vergleicht man diese Angabe mit der über die Verluste bei dem grossen Ausfalle in der Nacht vom 6. zum 7. März, so muss man zu der Annahme kommen, dass von den da als getötet aufgeführten Mannschaften eine grössere Anzahl wirklich, wie Graf Wilhelm in seinem Berichte hoffnungsvoll ausgesprochen hatte, wieder von den Toten auferstanden ist; solcher wieder lebendig gewordener muss es bei dem hannôverschen Bataillon Waldhausen mindestens 20 gegeben haben. Die verhältnismässig grosse Menge der Fahnenflüchtigen ist sowohl auf das damalige Werbesystem, wie hier besonders auf die ungeheuren, durch die entsetzliche Witterung, die oft schwierige Verpflegung und den durch die geringe Stärke der Truppen bedingten Strapazen zurückzuführen. Die Belagerten hatten 14 Offiziere, 216 Unteroffiziere und Gemeine an
Toten, 452² 2„„ an Verwundeten
2 7„
41 Offiziere, 668 Unteroffiziere und Gemeine= 709 Mann verloren, ihr Verlust war also, da hier die Zahl der in Oberkaufungen und Bettenhausen durch Stockhausen gemachten Gefangenen nicht einbegriffen ist, beträchtlicher als der der Be- lagerer, was wohl durch das gut geleitete Ar- tilleriefeuer der letzteren erklärt wird.
Es bleibt nun noch der Rückgang des Grafen Wilhelm zur Lippe bis hinter die Diemel zu schildern. Am 29. stand er auf den Hôhen zwischen Frommershausen und Ihringshausen, General von Mansberg mit dem rechten Flügel zwischen Frommershausen und Ober-Vellmar. Um 8 Uhr abends langte der Marschall Broglie
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von Melsungen her in Cassel an, zur grossen Genugthuung der Besatzung und zum Erstaunen der Bürger, die nun allerdings aufatmen mochten, weiterer Belagerungsdrangsale überhoben zu sein. Die Stellung der Verbündeten war so geändert worden, dass Mansberg(nun auf dem linken Flügel) mit dem Rücken sich an Simmers- hausen lehnte, der rechte auf dem Breiten Stein nördlich von Frommershausen Stellung nahm. Die Schiffbrücke bei Kragenhof wurde ab- gebrochen und bei Speele wieder aufgeschlagen. Am 30. vormittags unternahm Marschall Broglie selbst mit 7 Bataillonen, sämtlichen Grenadieren und Jägern, 500 Reitern(worunter 250 der Legion Royale, die seine Bedeckung gebildet hatten) eine Erkundung gegen den Warteberg und Nieder-Vellmar. Auf den Hohen zwischen Ihringshausen und Simmershausen entwickelte sich ein lebhaftes Gefecht; da aber Graf Wil- helm dauernden Widerstand nicht leisten wollte, so nahm er seinen rechten Flügel auf dem Gerstenkopf bei Hohenkirchen, seinen linken bis Rothwesten zurück. 5 Offiziere und bei- nahe 200 Mann, die sich in Ihringshausen ver- spätet hatten, wurden dabei abgeschnitten und gefangen genommen. Aut die neue Stellung des Grafen wagte Marschall Broglie keinen Angriff, sondern kehrte nach Cassel zurück. Am Abend des 30. noch traten die Verbündeten über Hohenkirchen, Frankenhausen, Burguffeln und Grebenstein den weiteren Rückmarsch nach Hofgeismar an, hinter welchem Orte sie zwischen Ostheim und dem Sauerbrunnen am Morgen des 31. März ein Lager bezogen. Am 1. April überschritten sie die Diemel bei Trendelburg und bezogen ihre Kantonnierungen zwischen Warburg und Herstelle. Der Graf zu Lippe- Bückeburg hatte schon am 31. das Kommando an den General v. Gilsa übertragen und begab sich ins Hauptquartier des Herzogs Ferdinand nach Schweckhausen. Rechts der Diemel blieben nur die leichten Truppen Stockhausens in Haueda, die braunschweigischen Jjäger und Husaren in Sababurg und Gottsbüren.


