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händler Garthe dahier sieben seiuer Verlagswerke, von k. Ministerium des Innern aber am 10. Januar 1838 Christoph von Rommels Geschichte von Hessen zum Geschenke. Zur Vermehrung des Vorraths von Werken, welche vorzüg- lich für Schüler geeignet sind, werden vom Jahr 1837 au, in Folge Beschlusses k. Ministeriums des Innern vom 15. April 1837, von jedem Schüler jährlich vier Groschen zur Gymnasialbibliothek entrichtet. Ausserdem wurde die Bibliothek durch die etatmässigen Mittel, hauptsächlich im Fache der klassi- schen Philologie, vervollständigt.
Der physikalische Apparat wurde durch eine hydrostatische Wage und einige kleinere Instrumente, der naturhistorische durch eine von einem Pri- vaten angekaufte Sammlung von Mincralien vermehrt.
Die bereits im Jahre 1836 begonnene gänzliche Erneuerung des Mobiliars der Schulzimmer wurde in dem abgelaufenen Jahre vollendet.
An dem Uuterrichte und der Uebung im Schwimmen in der hiesigen Schwimmanstalt hat auch in dem verwichenen Jahr eine bedeutende Anzahl von Schülern des Gymnasiums Theil genommen.
III. Statistische Ubersicht.
Am Schlusse des Schuljahres beträgt die Anzahl der Schüler des Gym- nasiums 188, von welchen 24 der Prima, 39 der Secunda, 34 der Tertia, 29 der Quarta, 32 der Quinta und 30 der Sexta angchören. Zur Universität wurden mit Zeugnissen der Reife am 20. September 1837 entlassen die Pri- maner Heinrich Ernst Bezzenberger, Konrad Hesse und Philipp Karl Falck, sämmtlich aus Marburg, von denen der erste dem Studium der Jurisprudenz, der zweite dem der Theologie, der dritte dem der Medicin sich widmete.
Achtzehn Schüler verliessen ausserdem im Laufe des Schuljahres das Gymnasium, ohne den Cursus desselben vollendet zu haben: zwei, um andere Gymnasien(Leipzig und Hersfeld) zu besuchen, einer zur Wiederherstellung seiner Gesuudheit, neun, um sich Berufsarten zu widmen, zu welchen ein wissenschaftliches Studium nicht erforderlich ist, zwei ohne Bestimmung; drei wurden in der Stille, einer öffentlich ausgewiesen. Von den 188 gegen- wärtig das Gymnasium besuchenden Schülern haben 113 ihre Eltern in hiesiger Stadt; 50 sind aus den übrigen Ortschaften der Provinz Oberhessen, 22 aus Niederhessen und einigen andern Landestheilen, 2 aus dem Grossherzogthum Hessen, 1 aus dem Königreich Preussen gebürtig.


