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Fasc. 1, Apud Homerum : spec. 1 (1838)
Entstehung
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II. Chronik des Gymnasiums.

Durch höchsten Beschluss wurde die Errichtung einer sechsten Klasse des Gymnasiums angeordnet, und der Rector der Stadtschule zu Homberg, Theo- don Dithmar, unter dem 18. Mai 1837 mit der Versehung der Lehrstunden dieser Klasse beauftragt. Diese sechste Klasse, mit deren Errichtung nun- mehr das Gymnasium eine nach deu Anforderungen der Zeit vollständig ein- gerichtete Gelehrtenschule geworden ist, wurde am 31. Mai 1837 eröffnet.

Das jährliche Schulgeld der Sexta wurde von k. Ministerium auf zehn Thaler bestimmt, und das der Quarta von zehn auf zwölt Thaaler erhöhet.

Der Candidat des Gymnasiallehramts, Doctor der Medicin Friedrien Sleg- mann aus Frankfurt am Main, wurde von k. Ministerium des Innern in Folge höchsten Beschlusses unter dem 11. Merz 1837 angewiesen, zum Behufe seiner praktischen Ausbildung(für die Fächer der Mathematik, Naturwissenschaſt und Geographie) an dem hiesigen Gymnasium Unterricht zu ertheilen, und trat diese Wirksamkeit am 10. April. desselben Jahres an..

Eben so wurde vermöge höchsten Beschlusses der Candidat des Gymna- siallehramtes Dr. W'ilhelm Hupfeld aus Spangenberg unter dem 26. Sept. 1837 zum Zwecke seiner praktischen Ausbildung dem hiesigen Gymnasium zuge- gewiesen. Er begann diesen Cursus(für die Fächer der Philologie, Ge- schichte und Geographic) am 9. Oct. 1837.

Die allgemeinen Grundsätze über die Ausbildung der Auscultanten an den Gymnasien wurden von k. Ministerium des Innern unter dem 16. No- vember 1837 zur Richtschnur bis auf anderweite Verfügung mitgetheilt.

Der Gymnasial-Hälfslehrer Tsrael wurde durch ein höchstes Rescript vom November 1837 zum ordentlichen Gymnasiallehrer huldreichst befördert.

Die Klassenordinarien haben unter dem 20. Februar 1837, die Gymnasial- lehrer überhaupt unter dem 10. Februar 1838 eine Dienstanweisung erhalten.

Eine neue, durch die zum Theil veränderten Verhältnisse des Gymnasiums nölhig gewordene Redaction der Gesetze für die Schüler des Gymnasiums erhielt unter dem 23. October 1837 die Genehmigung des k. Miuisteriums des Innern. Der Abdruck dieser anderweiten Redaction wurde gegen das Ende des Monats November 1837 bewerkstelligt.

Die Gymnasiumsbibliothek erhielt am 28. Merz 1837 von Herrn Buch-