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An der Schule waren unmittelbar nach ihrer Eröffnung als Lehrer thätig: Direktor Dr. Win- terstein für Mathematik und Naturwissenschaften, Dr. Beck für Deutsch, alte Sprachen und Ge- schichte, Schüler für Französisch und Zeichnen, Pfarrer Keller für ev. Religion und Latein, Kaplan Metzger für kath. Religion und Geographie, Volksschullehrer Treutel für Schönschreiben und Gesang. Den Gesangunterricht übernahm im Dezember 1842 Musiklehrer Fuchs. Im Oktober 1842 wurde Reallehrer Gerlach zum dritten Hauptlehrer ernannt. Er erteilte Unterricht im Deutschen, in der Mathematik und Naturgeschichte. So bestand jetzt das Lehrerkollegium aus drei Hauptlehrern und einem Lehrer für französische Sprache und Zeichnen. Die noch weiter zu erteilenden Stunden wur- den von Hülfslehrern gegen entsprechende Remuneration gegeben. Besonders zeigte sich Kaplan Metzger zur Übernahme von Lehrstunden in uneigennütziger Weise stets bereit. Im Oktober 1847 wurde er als definitiver Reallehrer angestellt. Durch seine Anstellung war die fünfte Lehrerstelle errichtet. Lehramtskandidat Weiskopf war fast 10 Jahre an der Schule als Hülfslehrer thätig. Zu den 5 budget- mässigen Stellen kam durch Errichtung der Vorbereitungsschule noch eine sechste, als deren defini- tiver Inhaber vom März 1861 an Reallehrer Zimmer, vorher Lehrer an der Stadtschule, erscheint.
Aus der oben angegebenen Benennung der beiden zuerst gebildeten Klassen geht deutlich die Absicht hervor, die Schule bald zu einer vierklassigen Realschule auszubauen, das heisst ihr die Einrichtung der drei grösseren Provinzialrealschulen zu geben. Dieser Ausbau konnte leicht dadurch herbeigeführt werden, dass durch die Versetzung aus der zweiten Klasse eine erste Klasse gegrün- det, und dass die beiden Abteilungen der sogenannten Präparandenklasse in die dritte und vierte Realklasse gespalten wurden. Als im Mai 1841 die Anstalt bereits über 70 Schüler hatte, wurde eine dritte Klasse ins Leben gerufen. Es folgten sich also bereits vier Monate nach der Eröffnung Präparandenklasse, dritte Klasse, zweite Klasse. Nach Ablauf des ersten Schuljahres 1841/42 wurde dann die Anstalt nach oben und unten erweitert, indem die an Alter und Kenntnissen durchaus rei- fen Schüler der zweiten Klasse zur provisorischen Bildung einer ersten Klasse verwandt, und die Präparandenklasse als vierte Klasse mit der Anstalt förmlich verbunden wurde. So bestand seit dem 25. Mai 1842 die Anstalt aus 4 Klassen, worin 84 Schüler in einem Alter von 9 bis 16 Jahren sich befanden, und zwar 9 Schüler in I, 19 in II, 27 in IIl und 29 in IV. Auch bekam die neugebildete Oberklasse eine humanistische und realistische Abteilung. Der Unterricht in diesen 4 Klassen konnte aber nicht sogleich nach ihrer Gründung im lehrplanmässigen Umfange erteilt werden, da es noch an einem weiteren Lehrer fehlte. Diesem Übelstande wurde durch die im Oktober 1842 erfolgte Ernennung des Reallehrers Gerlach zum dritten Hauptlehrer und durch weiteres Heranziehen der beiden Geistlichen abgeholfen, so dass mit Beginn des Monats Dezember 1842 die vollständige vier- klassige Realschule ins Leben trat. So war nach noch nicht zweijährigem Bestehen durch umsichtige Leitung und durch das Entgegenkommen des Stadtrats der neuen Anstalt die Organisation. der drei grösseren Provinzialrealschulen zu Darmstadt, Mainz und Giessen gegeben. Diese Einteilung in 4 Klassen blieb, wie bereits oben bemerkt wurde, bis zu der im Sommerhalbjahr 1867 erfolgten Er- weiterung bestehen. Es war jedoch nicht immer möglich, diese 4 Klassen aufrecht zu erhalten. So wird für das Schuljahr 1846/47 keine erste Klasse, sondern nur eine Oberabteilung der zweiten Klasse gebildet, die in einzelnen Fächern einen von den Schülern der zweiten Klasse getrennten Unterricht bekam. Nach Ostern 1847 tritt wieder eine erste Klasse ins Leben. Ostern 1849 wurden gar keine Versetzungen vorgenommen. Auch im Schuljahr 1851/52 bestand keine erste Klasse. Da- gegen wurde die unterste oder vierte Klasse in den meisten Unterrichtsfächern in eine obere und untere Abteilung zerlegt. Im folgenden Schuljahre 1852/53 trat indes wieder eine Oberklasse mit gut vorbereiteten und an Alter gehörig reifen Schülern ins Leben. Von 1859 an verminderte sich auch die Schülerzahl des Progymnasiums, so dass mehrere ‚Jahre lang keine Oberklassen gebildet, werden konnten.


